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Morgen-Bid: Märkte hoffen auf Entlastung bei den Apple-Margen

Anleger blicken gespannt auf die Apple-Zahlen, während AMD und die US-Mittelwahlen für Unsicherheit sorgen.

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Morgen-Bid: Märkte hoffen auf Entlastung bei den Apple-Margen

Der Handel in Asien hat ruhiger begonnen. Die Nasdaq-Futures legen nach dem harten Schlag der vergangenen Woche nur moderat zu, und die Ölpreise geben etwas nach. Damit deuten sich an den europäischen und globalen Märkten zunächst keine größeren Ausschläge an, bevor am Nachmittag die Quartalszahlen von Apple im Mittelpunkt stehen.

Möglicherweise hoffen die Anleger heute Nachmittag auf eine gewisse Entlastung bei den Apple-Ergebnissen. Ein Grund dafür: Das Unternehmen investiert keine enormen Geldmengen in Rechenzentren. Analysten prognostizieren einen Umsatz von rund 113 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht, bei einem Gewinn je Aktie von 2,00 Dollar.

Ein besonderer Fokus wird auf den Gewinnmargen liegen, da das Unternehmen mit steigenden Kosten für Ausrüstung konfrontiert ist, insbesondere bei Chips und Speicher. Die Bruttomargen werden zwischen 47 und 48 Prozent erwartet – ein Wert, der für jedes andere Unternehmen erstaunlich wäre. Zudem dürften die Anleger gespannt darauf sein, wie sich der Absatz des iPhone 18 entwickelt, nachdem die Vorbestellungen Mitte Oktober gestartet sind.

Apple-Aktie hat sich als Stabilitätszentrum erwiesen

Die Aktien von Apple waren zuletzt ein gewisses Stabilitätszentrum. Sie sind vier Monate in Folge gestiegen und haben in diesem Jahr bereits 27 Prozent zugelegt, wodurch sich die Bewertung über die Marke von 5 Billionen US-Dollar bewegt hat. Für deutsche Anleger ist das insofern relevant, als Apple zu den schwersten Positionen in vielen globalen Aktienindizes zählt und damit auch die Stimmung an den hiesigen Handelsplätzen mitprägt.

Herausfordernder für die allgemeine Stimmung dürften allerdings die Ergebnisse von AMD später in der Woche sein. Die Aktie fiel am vergangenen Freitag fast um 11 Prozent, nachdem Intel 28 Prozent wegen einer enttäuschenden Prognose verloren hatte. Diese Kursverluste im Halbleitersektor zeigen, wie nervös der Markt derzeit auf Ausblicke in der Chipbranche reagiert.

Eine zusätzliche Komplikation stellen die US-Mittelwahlen dar. Ein Sieg der Demokraten könnte zu mehr politischem Widerstand gegen Rechenzentren und zu Forderungen nach Kontrollen der KI im Allgemeinen führen. Wettmärkte sehen die Demokraten als Gewinner im Repräsentantenhaus, sind beim Senat jedoch weniger sicher, wo es einige sehr knappe Entscheidungen gibt. Es wird wahrscheinlich einen erbitterten Kampf um die Ausgabenbefugnis und die Erhöhung der Schuldenobergrenze geben, wobei die Staatsverschuldung im Fokus steht, da das Finanzministerium diese Woche seine vierteljährliche Refinanzierung bekannt gibt.

Ölpreise fallen – der Grund bleibt unklar

Die Ölpreise sind heute bereits um fast 3 Prozent gefallen, doch der Grund dafür ist nicht ganz klar. Die Gespräche zwischen iranischen und katarischen Vermittlern laufen weiter, doch dies hat Tankerangriffe im Golf nicht verhindert. Es gibt außerdem zahlreiche Berichte, dass die USA Verbündete im Nahen Osten angewiesen hätten, mit einem erneuten Angriff auf Iran nach den Mittelwahlen zu rechnen. Dies könnte der Grund sein, warum Brent-Futures bis April noch über 100 Dollar pro Barrel liegen.

Für den weiteren Wochenverlauf stehen zahlreiche Konjunkturdaten und Notenbankauftritte auf der Agenda. Zu den wichtigen Entwicklungen, die die Märkte am Montag beeinflussen könnten, zählen die deutschen Einzelhandelsumsätze für September, die EU-Kaufmannsindizes (PMIs) für Oktober, die US-ISM-Indikatoren für Oktober sowie die Bauausgaben für September.

Auf der Rednerliste stehen EZB-Vizepräsident Boris Vujcic, die EZB-Politiker Jose Luis Escriva und Olivier Moulin, der spanische Zentralbankpräsident Jose Luis Escriva und der französische Zentralbankpräsident Emmanuel Moulin. Zudem moderiert Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, eine Diskussion. Für Anleger gilt es, diese Termine im Auge zu behalten, da sie Hinweise auf die künftige Geldpolitik liefern können.

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