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Moonpig übertrifft Gewinnerwartungen und kündigt Aktienrückkauf an

Der britische Online-Grußkartenhändler Moonpig meldet starke Jahreszahlen und plant Aktienrückkäufe von bis zu 65 Millionen Pfund.

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Moonpig übertrifft Gewinnerwartungen und kündigt Aktienrückkauf an

Die Moonpig Group Plc hat für das am 30. April 2026 endende Geschäftsjahr Ergebnisse vorgelegt, die die Erwartungen der Analysten in nahezu allen wichtigen Kennzahlen übertrafen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 19,5 Prozent – ein starkes Signal für den Online-Anbieter von Grußkarten und Geschenken, der in Großbritannien und den Niederlanden aktiv ist.

Es sind die ersten Jahreszahlen seit dem Amtsantritt von CEO Catherine Faiers im März 2026. Die neue Unternehmenschefin kommentierte die Ergebnisse mit den Worten: „Seit meinem Eintritt in das Unternehmen im März ist meine Überzeugung von den vor uns liegenden Chancen nur noch gewachsen."

Starke Kennzahlen quer durch die Gewinn- und Verlustrechnung

Das bereinigte EBITDA kletterte um 8,1 Prozent auf 104,6 Millionen Britische Pfund und übertraf damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 101,6 Millionen Pfund deutlich. Der bereinigte Gewinn vor Steuern belief sich auf 76,5 Millionen Pfund – gegenüber einem Konsens von 71,5 Millionen Pfund ein erheblicher Aufschlag. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie stieg von 15 Pence im Vorjahr auf 18 Pence, während Analysten lediglich 16,5 Pence erwartet hatten.

Der Umsatz legte um 6,5 Prozent auf 373 Millionen Pfund zu und entsprach damit nahezu exakt der Konsensschätzung von 372,7 Millionen Pfund. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich von 27,6 Prozent im Vorjahr auf 28 Prozent und übertraf die Analystenerwartung von 27,3 Prozent. Der freie Cashflow stieg um 11,2 Prozent von 66,1 Millionen auf 73,5 Millionen Pfund.

Beide Marken auf Wachstumskurs

Innerhalb des Konzerns entwickelten sich beide Marken positiv. Die Kernmarke Moonpig steigerte ihren Umsatz im zweiten Jahr in Folge um 8,6 Prozent. Die niederländische Tochtergesellschaft Greetz kehrte mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 1,5 Prozent auf den Wachstumspfad zurück – ein wichtiges Signal nach einer schwächeren Phase.

Die Nettoverschuldung stieg zum 30. April auf 108,1 Millionen Pfund, verglichen mit 96 Millionen Pfund im Vorjahr. Damit blieb sie jedoch unter den von Analysten prognostizierten 110,6 Millionen Pfund. Der Verschuldungsgrad lag beim 1,03-Fachen des bereinigten EBITDA – „im Einklang mit unserem Zielwert von 1,0x", wie das Unternehmen mitteilte.

Dividende erhöht, neues Rückkaufprogramm angekündigt

Moonpig schlägt eine Schlussdividende von 2,5 Pence je Aktie vor. Damit ergibt sich für das Geschäftsjahr 2026 eine Gesamtdividende von 3,75 Pence – ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber den 3 Pence des Vorjahres. Für Aktionäre ist das ein klares Bekenntnis zur Ausschüttungspolitik.

Zusätzlich schloss das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr Aktienrückkäufe im Wert von 60 Millionen Pfund ab. Für das Geschäftsjahr 2027 kündigte Moonpig weitere Rückkäufe von bis zu 65 Millionen Pfund an. Solche Programme gelten als Zeichen des Vertrauens des Managements in die eigene Bewertung und stützen in der Regel den Aktienkurs.

Ausblick bleibt stabil

Für das laufende Geschäftsjahr 2027 bestätigte Moonpig seinen bisherigen Ausblick. Das Unternehmen strebt ein jährliches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich zwischen 25 und 27 Prozent bewegen. Moonpig weist jedoch darauf hin, dass die Marge im Geschäftsjahr 2027 „in Richtung des Zielkorridors abschwächen" dürfte, da weiterhin in das Lieferangebot investiert wird.

Das operative Geschäft seit Jahresbeginn entspreche „den Erwartungen", so das Unternehmen. Für Anleger, die auf eine Fortsetzung des Wachstumskurses setzen, liefert Moonpig damit eine solide Ausgangsbasis unter seiner neuen Unternehmensführung.

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