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Moderna-Aktie steigt 14 Prozent dank NIH-Krebsforschungsinitiative

Berichte über ein neues US-Regierungsprogramm zur Krebsforschung beflügeln die Moderna-Aktie mit einem Kurssprung von über 14 Prozent.

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Moderna-Aktie steigt 14 Prozent dank NIH-Krebsforschungsinitiative

Die Aktie von Moderna (MRNA) legte am Freitag um mehr als 14 Prozent zu – ein kräftiger Kurssprung, der auf Berichte über eine bedeutende neue Initiative in der Krebsforschung zurückzuführen ist. Auslöser war ein Bericht der New York Times, wonach die National Institutes of Health (NIH) im Dezember eine groß angelegte Kampagne zur Beschleunigung der Krebstherapieforschung starten wollen. Für Moderna, das als führendes Unternehmen in der mRNA-Technologie gilt, könnte diese Entwicklung weitreichende Folgen haben.

Das geplante NIH-Programm soll nach dem Vorbild der erfolgreichen Covid-19-Impfstoffentwicklung in der frühen Pandemie-Phase gestaltet werden. Damals gelang es durch eine konzentrierte öffentlich-private Zusammenarbeit, in Rekordzeit wirksame Impfstoffe zu entwickeln – ein Modell, das nun auf die Krebsforschung übertragen werden soll. Die Initiative soll Forscher und Ressourcen verschiedener Gesundheitsunternehmen sowie gemeinnütziger Organisationen bündeln, um wissenschaftliche Entdeckungen zu beschleunigen.

In der ersten Forschungsphase soll der Fokus auf besonders schwer behandelbaren Krebsarten liegen: Bauchspeicheldrüsenkrebs, Leberkrebs und Darmkrebs stehen ebenso auf der Agenda wie Tumore im Kindesalter. Diese Krebsarten gelten medizinisch als besonders herausfordernd, da sie häufig spät erkannt werden und bislang nur begrenzte Therapieoptionen existieren.

Moderna und Merck mit vielversprechenden Studienergebnissen

Die NIH-Initiative trifft auf ein Umfeld, in dem technologische Fortschritte die Krebsforschung grundlegend verändern. Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und der mRNA-Technologie ermöglichen es Ärzten zunehmend, Behandlungen zu entwickeln, die individuell auf das Immunsystem jedes einzelnen Patienten zugeschnitten sind – sogenannte personalisierte Krebstherapien.

Moderna ist in diesem Bereich bereits aktiv und kann auf konkrete Fortschritte verweisen. Am 19. August gaben Moderna und der Pharmariese Merck (MRK) bekannt, dass ihre gemeinsam entwickelte, noch in der Erprobung befindliche mRNA-basierte Therapie namens Intismeran in Kombination mit Mercks Krebsmedikament Keytruda positive Ergebnisse gezeigt hat. Die Kombinationstherapie verlängerte bei Patienten mit Hochrisiko-Melanomen die Zeit bis zum Wiederauftreten oder zur Ausbreitung des Krebses – ein bedeutsamer klinischer Erfolg.

Diese und weitere ermutigende Ergebnisse aus klinischen Studien veranlassen führende Akteure im Gesundheitswesen, mehr Ressourcen in die Krebsforschung zu investieren. Für Moderna könnte die neue NIH-Initiative besonders vorteilhaft sein: Eine öffentlich-private Partnerschaft dieser Größenordnung könnte die Entwicklungszeitpläne des Biotech-Unternehmens beschleunigen.

Chancen für Anleger und Patienten

Für Anleger bedeutet die Entwicklung, dass Moderna potenziell in der Lage sein könnte, neue Therapien schneller als bisher erwartet auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen, das seinen weltweiten Bekanntheitsgrad vor allem durch seinen mRNA-basierten Covid-19-Impfstoff erlangte, steht nun vor der Möglichkeit, seine Technologieplattform in einem der größten medizinischen Wachstumsmärkte zu etablieren.

Krebserkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Wirksame, personalisierte Therapien auf Basis der mRNA-Technologie könnten nicht nur medizinisch revolutionär sein, sondern auch erhebliches wirtschaftliches Potenzial entfalten. Der Kurssprung der Moderna-Aktie spiegelt wider, dass der Markt dieses Potenzial zunehmend einpreist.

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