Founders Factory und Rio Tinto wählen fünf Mining-Tech-Startups aus
Die fünfte Cohort des Mining-Tech-Accelerators setzt auf KI, Quantencomputing und Deep Science.

Der auf Startups spezialisierte Investor Founders Factory und der diversifizierte Bergbaukonzern Rio Tinto haben die fünfte Cohort ihres gemeinsamen Mining-Tech-Accelerators vorgestellt. Die fünf ausgewählten Unternehmen wurden aus mehr als 500 Bewerbungen ausgewählt und sind nun Teil eines Portfolios, das inzwischen 29 Startups im Bereich Mining Tech umfasst. Das globale Programm verfolgt das Ziel, die schwierigsten Probleme der Bergbauindustrie zu lösen, indem es Innovatoren unterstützt, die die Zukunft des Sektors gestalten.
Die neue Cohort setzt auf Spitzentechnologien wie künstliche Intelligenz (KI), Quantencomputing und Deep Science. Damit sollen neue Wertquellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bergbauindustrie erschlossen werden – weit über traditionelle Minenstandorte hinaus. Die ausgewählten Unternehmen verdeutlichen nach Angaben der Initiatoren, wie Innovation die Art und Weise verändert, in der Mineralien entdeckt, gefördert und verarbeitet werden.
Fünf Startups mit sehr unterschiedlichen Ansätzen
Zu den neuen Teilnehmern gehören Blueprint powered by Imvelo, Cascade Geomatics, Determinant Materials, Fieldstone und NanduX. Sie decken ein breites Technologiespektrum ab:
- Cascade Geomatics bietet Überwachungssysteme für geotechnische Gefahren in der Ressourcenindustrie und in der Infrastruktur.
- Fieldstone nutzt biologische Prozesse für schnelle Metallmessungen.
- Determinant Materials ermöglicht eine schnelle Raffination kritischer Metalle in Mikropartikelform direkt am Fundort.
- Blueprint stellt eine wirtschaftliche Entscheidungsplattform für den Bergbau bereit.
- NanduX bietet Kupferexploration mittels tiefer Sensorik.
Für deutsche Anleger ist der Kontext wichtig: Kritische Mineralien und Rohstoffe rücken zunehmend in das Zentrum globaler Resilienz, des Fortschritts bei KI und der Elektrifizierung. Der Bergbau gilt damit als eine der ältesten Industrien der Welt, die sich in einem entscheidenden Moment befindet – und genau hier setzt das Accelerator-Programm an.
Rio Tinto und Founders Factory setzen auf Validierung
Emily Hilton, General Manager Innovation bei Rio Tinto, ordnet die Bedeutung der neuen Runde ein: „Gemeinsam tragen diese visionären Gründer dazu bei, eine der ältesten Industrien der Welt in einem entscheidenden Moment zu transformieren, da kritische Mineralien und Rohstoffe zunehmend im Zentrum globaler Resilienz, des Fortschritts bei KI und der Elektrifizierung stehen.“ Sie ergänzt: „Die Zukunft des Bergbaus wird durch Fortschritte in Technologie, Wissenschaft und neuen Produktionsmethoden für die Materialien geprägt, die die Welt benötigt. Diese Gründer gehen einige der zentralen Herausforderungen unserer Branche an, und wir freuen uns darauf, ihnen dabei zu helfen, Ideen zu testen und zu skalieren, die unseren Ansatz zur Suche, Förderung und Verarbeitung der Materialien verändern könnten, die unsere Zukunft untermauern.“
George Northcott, Präsident von Founders Factory, sieht in dem Sektor eine neue Gründergeneration am Werk. Deren Technologie trage dazu bei, eine effizientere, sauberere und sicherere Industrie aufzubauen. „Wir freuen uns, in diese Cohort zu investieren, sie dabei zu unterstützen, ihre Ansätze mit Rio Tinto zu validieren und ihre Lösungen kommerziell zu verwerten“, so Northcott.
Startbahn für junge Bergbau-Technologie
Der Mining-Tech-Accelerator von Founders Factory und Rio Tinto dient als Startbahn, auf der Gründer eine frühe technologische und marktseitige Validierung ihrer Innovationen mit einem Tier-1-Bergbauunternehmen über dessen globale Operationen hinweg erreichen können. Die Erfolgsquote kann sich sehen lassen: Zwei Drittel der Startups im Portfolio haben bereits Pilotversuche mit Rio Tinto durchgeführt, befinden sich gerade darin oder haben Verträge abgeschlossen.
Für den Rohstoffsektor insgesamt zeigt die Cohort, dass technologische Innovation längst nicht mehr nur ein Randthema ist. Sie wird zum zentralen Hebel, um Effizienz, Sicherheit und Umweltbilanz des Bergbaus zu verbessern – ein Thema, das angesichts steigender Nachfrage nach kritischen Metallen für die Energiewende an Bedeutung gewinnt.
