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Meta Platforms gegen SanDisk: Welcher Aktiensplit lohnt sich für Anleger?

Meta Platforms und SanDisk führen Aktiensplits durch – doch die Strukturen unterscheiden sich deutlich. Ein Vergleich der beiden Optionen.

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Meta Platforms gegen SanDisk: Welcher Aktiensplit lohnt sich für Anleger?

Meta Platforms (META) und SanDisk (SNDK) führen in den kommenden Monaten jeweils einen Aktiensplit durch. SanDisk vollzieht einen traditionellen Split im Verhältnis 8:1 zum 19. November. Meta wählt einen anderen Weg: Statt bestehende Aktien klassisch zu teilen, schafft der Konzern eine neue Aktienklasse. Am Ende handelt es sich dennoch um einen Split – doch die Unterschiede sind für Anleger relevant.

Die beiden Unternehmen sind nicht einmal annähernd in derselben Branche tätig. Die engste Verbindung besteht darin, dass Meta Kunde von SanDisk ist und Solid-State-Drives (SSDs) für seine Rechenzentren erwirbt. SanDisk stellt diese Geräte her, die wegen des intensiven Ausbaus der KI-Infrastruktur knapp waren. Die stark gestiegenen Preise haben SanDisk zu enormem Wachstum verholfen.

Metas Aktiensplit verläuft über eine neue Aktienklasse

Im Kern teilt Meta seine Aktie im Verhältnis 2:1. Dies geschieht durch die Einführung neuer Class-C-Aktien. Diese haben anfangs denselben Wert wie die frei am Markt handelbaren Class-A-Aktien, werden langfristig aber tendenziell leicht weniger wert sein. Der entscheidende Unterschied: Die neuen Class-C-Aktien besitzen kein Stimmrecht.

Das ist für Meta bedeutsam, weil CEO Mark Zuckerberg seine Stimmkontrolle behält, wenn er Class-C-Aktien für Akquisitionen oder zur Mitarbeitervergütung ausgibt. Für manche Anleger mag das ein Warnsignal sein. Bei anderen Unternehmen mit gespaltener Aktienstruktur wie Alphabet handelt eine Aktienklasse mit leichtem Abschlag zur anderen – der Preisunterschied ist allerdings nicht groß genug, um als entscheidendes Kriterium zu gelten.

Wer damit einverstanden ist, dass die Stimmrechte in den Händen des Gründers liegen, für den ist es ein herkömmlicher 2:1-Aktiensplit. Wer jedoch Bedenken hinsichtlich der Richtung hat, in die Zuckerberg Meta steuert, könnte über einen Ausstieg nachdenken.

SanDisk wächst deutlich schneller als Meta

SanDisk verzeichnete in seinem jüngsten Quartal einen Umsatzanstieg von 378 Prozent im Jahresvergleich. Das ist schlichtweg beeindruckend und übertrifft alles, was Meta geliefert hat. Bei Meta stieg der Umsatz im dritten Quartal um 26 Prozent auf 64,6 Milliarden US-Dollar. Das ist unter den großen Technologieunternehmen durchaus schnell, doch angesichts der hohen Ausgaben für KI wünschen sich Anleger mehr.

Einige von Metas jüngsten KI-Initiativen wie Meta Muse wurden positiv aufgenommen und erfahren starke Nutzung. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich Meta auf dem richtigen Weg befindet und mittelfristig zu besseren Renditen führen könnte.

Ein wichtiges Puzzleteil fehlt jedoch noch: die Bewertung. SanDisk ist deutlich günstiger als Meta, was aber daran liegt, dass der Markt einen zyklischen Abschwung in der Branche fürchtet, sobald die Nachfrage nicht mehr so ausgeprägt ist.

Der Autor sieht SanDisk vorn – mit einer Einschränkung

Da SanDisk rapide wächst und günstig bewertet ist, hält der Autor die Aktie derzeit für die beste Kauf-und-Halte-Option. Allerdings müsse sie genau im Auge behalten werden, um sicherzustellen, dass sich die Marktbedingungen in der Speicherchip-Branche nicht ändern. Wer eine eher „set-and-forget“-Anlagestrategie sucht, für den macht Meta mehr Sinn, da das Unternehmen weiterhin stark positioniert ist, um vom KI-Wettlauf zu profitieren – vorausgesetzt, es kann seinen Erfolg der letzten Monate fortsetzen.

Für deutsche Anleger ist der Vergleich vor allem eine Frage des Anlagestils: SanDisk bietet die günstigere Bewertung bei deutlich höherem Wachstum, ist aber stärker von der zyklischen Nachfrage nach Speicherchips abhängig. Meta wiederum punktet mit einer stabileren Aufstellung im KI-Wettbewerb, bringt aber die Besonderheit der stimmrechtslosen Class-C-Aktien mit sich. Beide Splits ändern nichts am fundamentalen Geschäft – sie senken lediglich den nominalen Aktienkurs und erleichtern so den Einstieg für kleinere Depots.

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