Meta investiert 10 Milliarden Dollar in KI-Rechenzentrum in Indiana
Gigawatt-Anlage soll Ende 2027 in Betrieb gehen und KI-Kapazitäten massiv ausbauen

Meta plant den Bau eines gigantischen Rechenzentrums im US-Bundesstaat Indiana mit einem Investitionsvolumen von 10 Milliarden Dollar. Die Anlage in Lebanon soll nach ihrer Fertigstellung eine Kapazität von einem Gigawatt liefern – genug Energie, um rund 800.000 Haushalte zu versorgen. Der Social-Media-Konzern will damit seine Position im KI-Wettrennen gegen andere Tech-Riesen ausbauen.
Rachel Peterson, Vizepräsidentin für Rechenzentren bei Meta, kündigte gegenüber Reuters an, dass die Anlage Ende 2027 oder Anfang 2028 ans Netz gehen soll. "Wir werden an diesem Standort sehr schnell eine große Kapazität durch den Bau realisieren", erklärte Peterson. Meta übernimmt dabei auch die Kosten für notwendige Modernisierungen der lokalen Energieinfrastruktur.
Die Ankündigung reiht sich ein in eine Serie milliardenschwerer Investitionen des Konzerns. Im November hatte Meta bereits angekündigt, in den kommenden drei Jahren 60 Milliarden Dollar in US-Infrastruktur und Arbeitsplätze zu investieren. Das Unternehmen sieht in künstlicher Intelligenz eine Jahrhundertchance und will sich im Wettbewerb mit Konkurrenten wie Google, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Amazon behaupten.
Größtes Projekt in Louisiana
Das Rechenzentrum in Indiana ist allerdings nicht Metas größtes Vorhaben. Im Oktober schloss der Konzern ein Finanzierungsgeschäft über 27 Milliarden Dollar mit dem Vermögensverwalter Blue Owl Capital ab, um ein 2-Gigawatt-Rechenzentrum in Louisiana zu realisieren – das weltweit größte Projekt dieser Art. Zusätzlich investiert Meta 1,5 Milliarden Dollar in eine Anlage in Texas.
Die massiven Investitionen stoßen jedoch auf wachsenden Widerstand. Die US-Umweltrechtsorganisation Earthjustice forderte Regulierungsbehörden im vergangenen Monat auf, die Finanzierung des Louisiana-Projekts zu untersuchen. Die Organisation warnt davor, dass normale Haushalte und Unternehmen auf den Ausbaukosten sitzen bleiben könnten.
Energiehunger der KI-Industrie
Der enorme Energiebedarf der neuen Rechenzentren sorgt für Kontroversen. Verbraucherschutzgruppen kritisieren zunehmend den energieintensiven Ausbau der KI-Infrastruktur. Meta betont jedoch, dass das Unternehmen für das Indiana-Projekt Vereinbarungen mit lokalen Energieversorgern getroffen habe und die gesamte Investition von 10 Milliarden Dollar zunächst selbst trage.
Die Tech-Branche befindet sich in einem beispiellosen Wettrüsten um KI-Kapazitäten. Führungskräfte sehen in der Technologie eine historische Chance, die Märkte grundlegend zu verändern. Für Meta sind die massiven Investitionen in Rechenzentren daher strategisch entscheidend, um im Wettbewerb nicht zurückzufallen.
