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Meta erweitert Instagram-Schulprogramm für mehr Jugendschutz in den USA

Der Konzern baut sein Schulpartnerschaftsprogramm aus und schafft eine zentrale Plattform für schulbezogene Konten.

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Meta erweitert Instagram-Schulprogramm für mehr Jugendschutz in den USA

Meta hat am Dienstag angekündigt, sein Schulpartnerschaftsprogramm auf Instagram in den USA um neue Funktionen zu erweitern und die Tools für Schulen und Schüler auszubauen. Damit intensiviert das Social-Media-Unternehmen seine Bemühungen zum Schutz von Jugendlichen im Netz. Wie Meta mitteilte, haben sich bislang nahezu 17.000 Schulen dem Programm angeschlossen.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Kritik an den Auswirkungen der Meta-Plattformen auf jüngere Nutzer. Das Unternehmen steht seit längerem in der Diskussion darüber, wie sicher Instagram und Facebook für Teenager sind. Mit dem Ausbau des Schulprogramms versucht Meta, sein Engagement für den Jugendschutz sichtbar zu machen.

Im Zentrum der Erweiterung steht eine neue zentralisierte Plattform für schulbezogene Konten. Damit bündelt Meta die Angebote für teilnehmende Bildungseinrichtungen an einer Stelle, statt sie über verschiedene Kanäle zu verteilen. Das soll Schulen, Schülern und Eltern den Zugang erleichtern.

Neue Funktionen für verifizierte Schüler

Verifizierte Schüler an Schulen, die am Programm teilnehmen, erhalten laut Meta Zugang zu mehreren neuen Funktionen. Dazu zählt ein Verzeichnis von Clubs und Mannschaften, das über die außerschulischen Aktivitäten informiert. Hinzu kommen schulspezifische Stories sowie Notes für Ankündigungen.

Auch die Schulen selbst profitieren von den Neuerungen. Meta führt neue Channels- und Notes-Funktionen für verifizierte Schulen ein. Diese sollen es den Einrichtungen ermöglichen, mit Schülern, Eltern und der weiteren Schulgemeinschaft zu kommunizieren. Damit wird Instagram stärker als bisher als offizieller Informationskanal für Schulen positioniert.

Die Ankündigung fällt in eine Phase, in der Meta regulatorisch und rechtlich stark unter Druck steht. Bereits im August hatte das Unternehmen vereinbart, bis zu 18 Milliarden US-Dollar über die nächsten zehn Jahre zu zahlen. Zudem will Meta strenge Beschränkungen für die Nutzung von Facebook und Instagram durch Teenager einführen.

Hintergrund dieser Vereinbarung waren Ansprüche, wonach die Plattformen so konzipiert seien, dass sie Kinder abhängig machen. Mit dem Milliardenbetrag und den geplanten Einschränkungen sollen diese Vorwürfe beigelegt werden. Der Ausbau des Schulprogramms reiht sich damit in eine Reihe von Maßnahmen ein, mit denen Meta auf die Kritik reagiert.

Einordnung für deutsche Anleger

Für Investoren ist die Entwicklung ein weiterer Baustein im Umgang von Meta mit den Risiken rund um junge Nutzer. Der Jugendschutz gilt als einer der zentralen regulatorischen Brennpunkte für die gesamte Social-Media-Branche. Gesetzgeber in den USA und Europa erhöhen den Druck auf Plattformbetreiber, das Wohlergehen Minderjähriger stärker zu berücksichtigen.

Die rund 17.000 teilnehmenden Schulen zeigen, dass das Programm bereits eine beträchtliche Reichweite erreicht hat. Ob die neuen Funktionen die Kritik an der Jugendsicherheit mildern können, bleibt offen. Klar ist: Meta muss den Spagat zwischen Nutzerwachstum, Werbegeschäft und dem Schutz junger Nutzer bewältigen.

Für deutsche Anleger ist die Nachricht vor allem als Signal zu werten, wie das Unternehmen auf regulatorische Risiken reagiert. Meta bleibt ein Schwergewicht im Technologiesektor, steht aber bei Jugendschutzfragen weiterhin unter Beobachtung. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob die erweiterten Tools die erhoffte Wirkung entfalten.

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