Meta entlässt hunderte Mitarbeiter – KI-Kosten belasten Facebook-Mutter
Der Social-Media-Konzern Meta streicht erneut Stellen, während massive KI-Investitionen die Ausgaben in die Höhe treiben.

Meta Platforms hat laut einem Bericht von The Information hunderte Mitarbeiter entlassen. Die Kürzungen betreffen unter anderem die Vertriebsabteilung, machen aber nur einen kleinen Bruchteil der knapp 79.000 Beschäftigten aus, die der Facebook-Mutterkonzern zuletzt zum 31. Dezember in seinem Jahresbericht ausgewiesen hatte.
Bereits Anfang März hatte Reuters berichtet, dass Meta weitaus umfangreichere Entlassungen plane. Demnach sollen hochrangige Führungskräfte intern signalisiert haben, dass bis zu 20 Prozent oder mehr der Gesamtbelegschaft von Kürzungen betroffen sein könnten. Leitende Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, entsprechende Pläne vorzubereiten.
Im Zentrum der Kostendiskussion stehen Metas ambitionierte Investitionen in künstliche Intelligenz. Für das Jahr 2026 prognostiziert das Unternehmen Gesamtausgaben zwischen 162 und 169 Milliarden US-Dollar – ein enormes Volumen, das den Konzern unter erheblichen Spardruck setzt.
Millionenausgaben für KI-Talente
Zusätzlich zu den Investitionskosten steigen auch die Personalkosten deutlich an. Meta gibt nach eigenen Angaben Millionen aus, um Top-Talente im Bereich künstliche Intelligenz zu gewinnen und an sich zu binden. Dieser Wettbewerb um Fachkräfte treibt die Mitarbeitervergütungen konzernweit nach oben.
Die aktuellen Entlassungen sind vor diesem Hintergrund als Versuch zu werten, die Kostenbasis zu optimieren, ohne das KI-Wachstum zu bremsen. Meta steht damit nicht allein: Auch andere Tech-Konzerne wie Google, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Amazon haben zuletzt Stellenstreichungen vorgenommen, um Ressourcen in Richtung KI umzuschichten.
Für Anleger bleibt die Frage, ob die Sparmaßnahmen ausreichen, um die stark steigenden Investitionsausgaben zu kompensieren. Die endgültige Dimension möglicher weiterer Entlassungsrunden bleibt vorerst offen.
