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Lufthansa prüft Teilverkauf der IT-Tochter Lufthansa Systems

Der Konzern könnte sich von Teilen seiner Software-Sparte trennen – ein Milliardengeschäft steht im Raum.

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Lufthansa prüft Teilverkauf der IT-Tochter Lufthansa Systems

Die Lufthansa prüft einem Medienbericht zufolge den Verkauf von Teilen ihrer Software-Sparte Lufthansa Systems. Wie die Financial Times unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet, hat der Konzern bereits Banker beauftragt, einen möglichen Verkauf des IT-Dienstleisters zu bewerten. Ein Sprecher der Lufthansa wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Im Gespräch ist demnach ein Geschäft mit einem Volumen von fast einer Milliarde Euro. Lufthansa Systems beschäftigt weltweit rund 3100 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Raunheim bei Frankfurt am Main. Das Unternehmen entwickelt IT-Lösungen für Fluggesellschaften und ist damit ein klassischer Dienstleister innerhalb des Konzerns.

Trennung von Randgeschäften als Strategie

Der mögliche Verkauf fügt sich in eine Strategie, die der Lufthansa-Konzern seit mehreren Jahren verfolgt: die Trennung von Randgeschäften. Ziel ist es, sich stärker auf das Passagier- und Frachtgeschäft sowie auf die Wartung zu konzentrieren. Bereits 2023 hatte der Konzern sein Catering-Geschäft veräußert, im Jahr 2024 folgte der Verkauf der Kreditkartensparte AirPlus für 450 Millionen Euro.

Mit Lufthansa Systems würde sich die Reihe der Desinvestitionen fortsetzen. Nach Angaben aus dem Bericht stehen konkret die Software-Angebote Lido und NetLine zur Diskussion. Lido und NetLine bieten Lösungen für die Flug- und Einsatzplanung. Möglicherweise könnte auch die Sparte Sirax mitverkauft werden, die für die Erlösbuchhaltung zuständig ist.

Als wahrscheinliche Käufer gelten Finanzinvestoren. Die Gespräche befinden sich laut den Insidern allerdings noch in einem frühen Stadium, Entscheidungen seien bislang nicht gefallen. Ob und in welcher Form es tatsächlich zu einem Verkauf kommt, ist damit offen.

Was das für Anleger bedeutet

Für Privatanleger ist die Nachricht vor allem vor dem Hintergrund der Konzernstrategie interessant. Verkäufe von Randgeschäften können den Fokus schärfen und finanzielle Spielräume schaffen. Ob ein solcher Schritt den Aktienkurs stützt, hängt jedoch von vielen Faktoren ab – etwa vom erzielten Preis, der Verwendung des Erlöses und der weiteren Entwicklung des Kerngeschäfts.

Ein Verkauf von Lufthansa Systems wäre kein Einzelfall, sondern die konsequente Fortsetzung einer Linie, die der Konzern seit Jahren verfolgt. Nach dem Großumbau der vergangenen Jahre scheint die Lufthansa nun eine neue Phase einzuläuten, in der sie ihr Portfolio weiter bereinigt. Anleger sollten die weitere Berichterstattung aufmerksam verfolgen, da bislang keine verbindlichen Entscheidungen getroffen wurden.

Zu beachten ist, dass es sich bei den Informationen um einen Medienbericht handelt, der sich auf nicht namentlich genannte Personen stützt. Der Konzern selbst hat sich nicht geäußert. Solche Meldungen können den Kurs kurzfristig bewegen, ersetzen aber keine belastbare Grundlage für Anlageentscheidungen. Wer in Lufthansa investiert ist oder ein Investment erwägt, sollte daher sowohl die offizielle Kommunikation des Unternehmens als auch die Entwicklung des Passagier-, Fracht- und Wartungsgeschäfts im Blick behalten.

Klar ist: Sollte der Verkauf zustande kommen, wäre er ein weiterer Baustein in der Neuausrichtung des Konzerns. Die Lufthansa würde sich damit noch stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und sich von einem weiteren IT-Dienstleister trennen. Wie die Gespräche ausgehen, bleibt abzuwarten.

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