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Legal-AI-Startup Ivo sammelt 55 Millionen Dollar ein

Das auf Vertragsautomatisierung spezialisierte Startup Ivo hat in einer Series-B-Runde 55 Millionen Dollar eingesammelt. Die Bewertung kletterte auf rund 355 Millionen Dollar.

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Legal-AI-Startup Ivo sammelt 55 Millionen Dollar ein

Das Legal-AI-Startup Ivo hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 55 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt. Die am Dienstag bekannt gegebene Series-B-Runde bewertet das Unternehmen mit etwa 355 Millionen Dollar, wie eine mit der Transaktion vertraute Quelle mitteilte. Zu den neuen Investoren zählen Costanoa Ventures, Uncork Capital, Fika Ventures, GD1 und Icehouse Ventures.

Starkes Wachstum im Legal-Tech-Sektor

Die Nachfrage nach KI-gestützten Lösungen für die Rechtsbranche boomt. Investoren zeigen zunehmendes Interesse an Technologien, die Routinearbeiten in Anwaltskanzleien automatisieren. Das konkurrierende Startup Harvey wurde im vergangenen Jahr sogar mit 8 Milliarden Dollar bewertet, nachdem es 160 Millionen Dollar eingesammelt hatte.

Ivo konnte seinen Umsatz seit der letzten Finanzierungsrunde im Februar 2024 versechsfachen. Zu den Kunden des Unternehmens gehören namhafte Konzerne wie Uber, Shopify, IBM, Reddit und Canva. Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, Verträge deutlich schneller zu prüfen und zu bearbeiten.

Komplexe Verträge im Fokus

"Zunehmend geht der Trend zu komplexeren Vereinbarungen", erklärte CEO und Mitgründer Min-Kyu Jung gegenüber Reuters. Die Nachfrage habe sich von einfachen Standardverträgen hin zu anspruchsvolleren Dokumenten verlagert. Ivos KI-System hilft Unternehmen auch dabei, aus älteren Verträgen Erkenntnisse zu gewinnen und Veränderungen in ihrer Verhandlungsposition zu analysieren.

Allerdings haben spektakuläre Rechtsfehler mit KI-generierten Falschzitaten in den vergangenen Jahren die Risiken der Technologie aufgezeigt. 2024 mussten Anwälte in Virginia erklären, warum sie nicht sanktioniert werden sollten, nachdem sie einen Schriftsatz mit offenbar fiktiven Gerichtsentscheidungen eingereicht hatten.

Präzision durch Aufgabenteilung

Jung betont, dass Ivo eine hohe Genauigkeit erreiche, indem die Software Vertragsprüfungen in über 400 separate KI-Aufgaben aufteile. Diese detaillierte Methode sei herkömmlichen Chatbots deutlich überlegen und minimiere das Risiko von sogenannten "Halluzinationen" – also erfundenen Inhalten.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen plant, die frischen Mittel für Expansion zu nutzen. Die aktuelle Belegschaft von 60 Mitarbeitern soll bis Ende 2026 auf 180 Beschäftigte verdreifacht werden.

IvoLegal-AiKünstliche IntelligenzVertragsautomatisierungSeries-B-Finanzierung

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