ANZEIGE

Krypto-Betrug kosten 14 Milliarden USD in 2021

Untersuchung von Chainalysis

•• 4 Min
Krypto-Betrug kosten 14 Milliarden USD in 2021

Das steigende Interesse von Privatpersonen und Institutionen an Kryptowährungen hat im vergangenen Jahr auch zu einem Boom krimineller Aktivitäten geführt, die Investoren Milliarden gekostet haben, was die Dringlichkeit von Bemühungen zur Regulierung der digitalen Münzbewegung unterstreicht.

Laut dem Forschungsunternehmen Chainalysis haben Kryptowährungsadressen, die mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden, 14 Milliarden Dollar angehäuft. Gewichtet mit der gesamten Kryptowährungsaktivität macht diese Zahl jedoch nur 0,15 % der gesamten Gelder aus, die auf einer Blockchain den Besitzer wechseln - laut dem Unternehmen der niedrigste Wert aller Zeiten.

Die Daten kommen inmitten einer breiten Debatte über die Regulierung von Kryptowährungen, wobei die Behörden entschlossen sind, die wachsende Klasse von Kleinkäufern zu schützen, die in Scharen zu digitalen Währungen strömen.

"In absoluten Zahlen nimmt die Kriminalität immer noch zu, aber das Ökosystem wird immer sicherer. Natürlich gibt es dabei eine Menge Vorbehalte", sagte Kim Grauer, Forschungsdirektor von Chainalysis.

In den letzten fünf Jahren stellte das Unternehmen fest, dass der Großteil der kriminellen Einnahmen immer aus Finanzbetrug stammte. Inmitten des explosiven Wachstums von Kryptowährungen ist jedoch die gesamte wirtschaftliche Aktivität über alle Blockchains hinweg von 2,3 Billionen Dollar auf 15,8 Billionen Dollar gestiegen, wodurch die Bedeutung der mit Kriminalität verbundenen Aktivitäten abnahm.

Die wirtschaftliche Aktivität hat auf der Kette geboomt, aber Chainalysis schreibt einen Großteil des Volumens der dezentralen Finanzierung (DeFi) zu, die auch ein Fenster für kriminelle Aktivitäten in einem Segment des Marktes geöffnet hat, in dem Betrügereien 7,7 Milliarden Dollar einbrachten.

Während Kriminelle bei DeFi-Betrügereien etwa 200 Millionen Dollar erbeuteten, machte ein einziger "Rug Pull"-Betrug der türkischen Kryptowährungsbörse Thodex den größten Teil der verlorenen Gelder aus.

Diebstahl war die zweithäufigste Art von Verbrechen, wobei sich DeFi-Protokolle als heißes Ziel erwiesen. Kriminelle stahlen im Jahr 2021 Kryptowährungen im Wert von 3,2 Milliarden US-Dollar, wobei 72 % dieser Summe auf Angriffe oder Exploits von DeFi-Protokollen zurückzuführen sind.

Ein Haupthindernis für die Aufschlüsselung von Kryptowährungskriminalität liegt in der Überschätzung, wie viele On-Chain-Daten alle Verbrechen verfolgen können. In den meisten Fällen kann Chainalysis illegale Transaktionen nur Verbrechen zuordnen, die ihren Ursprung auf der Kette haben - im Gegensatz zu jemandem, der stiehlt und diese Mittel dann in Kryptowährung umwandelt.

Die Ransomware-Bedrohung Die Website cryptosec.com zeigt eine Zeitleiste der DeFi-Exploits der letzten zwei Jahre. Demnach waren DeFi-Protokolle im Jahr 2021 von fast 60 Angriffen betroffen, was einem Durchschnitt von etwa einem Angriff pro Woche entspricht.

Zu den größten Protokollen, die angegriffen wurden, gehören Cream Finance, das drei verschiedene Angriffe mit einem Gesamtvolumen von 186 Millionen Dollar erlitt, und das Poly Network, das im August ursprünglich 600 Millionen Dollar verlor, bevor der Hacker Tage später 342 Millionen Dollar zurückgab.

Andererseits sind die bei Ransomware-Angriffen wie dem Colonial Pipeline-Vorfall im Juni 2021 gestohlenen Gelder, bei dem die Opfer gezwungen waren, 5 Millionen Dollar zu zahlen, im Vergleich dazu gering.

"Ransomware-Angriffe auf kritische Infrastrukturen können weitaus bedrohlicher sein als ein Finanzbetrug, der 50 % Rendite auf DOGE auf Lebenszeit verspricht", so Grauer von Chainalysis gegenüber Yahoo Finance.

"Aber da sich Betrüger als legitime Dienste tarnen können, haben sie potenziell mehr Zeit, die Einnahmen zu erhöhen, die sie von den Opfern erbeuten, bevor sie erwischt werden", fügte Grauer hinzu.

DeFi-Wachstum und Kriminalität

Laut DeFi Pulse liegt der Gesamtwert der gesperrten DeFi-Protokolle bei 100 Milliarden US-Dollar und ist in der vergangenen Woche um 12 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Victor Fang, Gründer und CEO des Blockchain-Forensik-Startups Anchain, sagte gegenüber Yahoo Finance, dass sein Unternehmen im letzten Jahr einen massiven Zustrom von Kunden erlebt hat, die unter anderem Hilfe bei der Wiederbeschaffung verlorener oder gestohlener Smart-Contract-basierter digitaler Vermögenswerte suchten.

Ein prominenter Kunde ist die Securities and Exchange Commission (SEC). Die Behörde unterzeichnete bereits im August einen Vertrag mit Anchain, um die Aufsichtsbehörde bei der Überwachung illegaler Wallet-Adressen und verdächtiger Transaktionen in diesem Bereich zu unterstützen.

Im Oktober sagte der SEC-Vorsitzende Gary Gensler gegenüber Yahoo Finance, dass DeFi "schlecht enden wird", wenn der Anlegerschutz nicht gestärkt wird.

Die jüngste behördliche Maßnahme erfolgte Anfang dieser Woche, nachdem die Commodities and Futures Trading Commission das DeFi-Protokoll Poly Market mit einer Geldstrafe in Höhe von 1,4 Millionen Dollar belegt hatte, weil es einen "nicht registrierten Markt für binäre Optionen" betrieben hatte, und das Protokoll angewiesen hatte, seinen Betrieb einzustellen.

Fang prognostiziert ein "10-faches Wachstum in den nächsten 3 Jahren" bei den DeFi-Vermögenswerten, räumt aber ein, dass das Verbrechen zweifellos dem Geld folgen wird.

"Ein solch schnelles Wachstum wird auch weiterhin immer komplexere Angriffsvektoren fördern, was sowohl den öffentlichen als auch den privaten Sektor dazu zwingt, sich stärker auf die Arten von Tools zu konzentrieren, die sie in ihrem Arsenal an Krypto-Compliance-Technologien vorhalten", so Fang weiter.

Der Großteil der DeFi-Aktivitäten und der damit verbundenen Kriminalität findet auf der Ethereum-Blockchain statt, wo hohe Transaktionskosten eine zusätzliche Einstiegshürde für kleinere Kleinanleger darstellen.

KryptowährungenAnklageBörse

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.