ANZEIGE

Kongo bietet USA strategische Rohstoff-Assets an

Die Demokratische Republik Kongo hat Washington eine Liste strategischer Bergbauprojekte vorgelegt. US-Investoren können nun Mangan-, Kupfer-Kobalt-, Lithium- und Goldanlagen prüfen.

•• 2 Min
Kongo bietet USA strategische Rohstoff-Assets an

Die Demokratische Republik Kongo intensiviert ihre Rohstoffpartnerschaft mit den USA. Wie zwei hochrangige kongolesische Beamte mitteilten, hat Kinshasa Washington vergangene Woche eine engere Auswahl staatlicher Bergbau-Assets zur Prüfung übermittelt. Dies markiert den bisher konkretesten Schritt, die Friedens- und Investitionsabkommen in tatsächliche Investitionen umzuwandeln.

Strategische Mineralien im Fokus

Die vorgelegte Liste umfasst Projekte für kritische Rohstoffe, die für die Energiewende unverzichtbar sind. Dazu gehören die Mangan-, Gold- und Kassiterit-Lizenzen von Kisenge, das Kupfer-Kobalt-Projekt Mutoshi sowie das Germanium-Verarbeitungsunternehmen des staatlichen Bergbaukonzerns Gecamines. Auch vier Goldgenehmigungen von Sokimo, Lithium-Lizenzen von Cominiere sowie Coltan-, Gold- und Wolframit-Assets von Sakima stehen zur Verfügung.

Trump-Abkommen als Katalysator

Seit Präsident Donald Trump ein Abkommen zwischen dem Kongo und Ruanda vermittelte, um Spannungen im mineralreichen Osten abzubauen, haben US-Behörden ihre Bemühungen zur Sicherung strategischer Metalle beschleunigt. Die U.S. Development Finance Corporation unterzeichnete bereits eine Partnerschaft mit Gecamines und unterstützt die Modernisierung des Lobito-Korridors mit 553 Millionen Dollar.

Mehrfache interne Prüfung

Die nun vorgelegte Auswahl durchlief mehrere Runden interner Prüfung und stellt laut den kongolesischen Beamten Kinshasas bisher direktestes Angebot an US-Investoren dar. Die Assets befinden sich im Besitz staatlicher Unternehmen und sind nicht bereits durch Farm-outs oder Joint Ventures gebunden. Die kongolesische Regierung und das US-Außenministerium gaben auf Anfrage zunächst keine Stellungnahme ab.

Wettlauf gegen chinesische Dominanz

Die USA intensivieren ihre Bemühungen, die weltweite Versorgung mit kritischen Mineralien zu sichern und die Abhängigkeit von China zu verringern. China dominiert laut Internationaler Energieagentur die Raffination strategischer Mineralien und verarbeitet zwischen 47 und 87 Prozent von Kupfer, Lithium, Kobalt und Seltenen Erden. Chinesische Unternehmen wie CMOC, der weltweit größte Kobalt-Exporteur, sowie Zijin und Huayou sind bereits stark im Kongo engagiert.

Gemeinsamer Lenkungsausschuss

Die konsolidierte Liste wurde einem Gemeinsamen Lenkungsausschuss für amerikanische Investoren vorgelegt. Dieses Gremium mit Vertretern aus dem Kongo und den USA wurde zur Umsetzung des Rohstoffpakts eingerichtet. Alle Schritte erfolgen nach Angaben der kongolesischen Beamten in Übereinstimmung mit den kongolesischen Gesetzen. Der Wert der zur Verfügung gestellten staatlichen Assets wurde nicht bekannt gegeben.

KongoUSARohstoffeLithiumKupferKobaltKritische MineralienGecaminesChinaBergbau

Meistgelesene News

  1. Volvo Cars kämpft mit EX60-Produktionsziel und Batterieplänen
  2. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  3. Iran-Kriegsende droht: Insider kaufen trotz Ölpreis-Risiko Energieaktien
  4. SpaceX-Aktie: Kann eine 5.000-Dollar-Investition zum Millionär machen?
  5. Ölpreise fallen: Asien importiert Höchstmenge Rohöl seit Iran-Krieg

Disclaimer