ANZEIGE

Kolumbiens COLCAP fällt um 0,59 Prozent zum Handelsschluss

Verluste in Finanz-, Investment- und Versorgungssektoren drücken den kolumbianischen Leitindex COLCAP zum Wochenschluss ins Minus.

•• 2 Min
Kolumbiens COLCAP fällt um 0,59 Prozent zum Handelsschluss

Die Aktienkurse in Kolumbien haben den Handel am Freitag nach Börsenschluss niedriger beendet. Der kolumbianische Leitindex COLCAP verlor zum Handelsschluss 0,59 Prozent. Für die Schwäche sorgten vor allem Verluste in den Sektoren Finanzwesen, Investitionen und öffentliche Dienste, die den Markt insgesamt belasteten.

Der Handelstag fiel damit für den andinen Markt ins Minus, obwohl einzelne Titel deutliche Zugewinne verbuchen konnten. Die Entwicklung zeigt, wie stark die Indexbewegung von der Schwergewichtung einzelner Finanz- und Beteiligungswerte abhängt. Für deutsche Anleger ist Kolumbien ein vergleichsweise kleiner, aber rohstoffnaher Markt, der stark auf Zins-, Währungs- und Rohstoffsignale reagiert.

Gewinner des Tages

An der Spitze des COLCAP stand die Bolsa De Valores De Colombia (BVC: BVC). Die Aktie der kolumbianischen Börse selbst legte um 2,71 Prozent beziehungsweise 440,00 Punkte zu und schloss bei 16.700,00. Ebenfalls gefragt war die Banco De Bogota SA (BVC: BOGOTA), die um 2,31 Prozent oder 880,00 Punkte auf 38.900,00 stieg.

Zu den weiteren Gewinnern zählte die Grupo Bolivar SA (BVC: GRUBOLIVAR). Der Titel kletterte im späten Handel um 1,29 Prozent beziehungsweise 1.020,00 Punkte auf 80.000,00. Damit konnten sich ausgerechnet einige Finanz- und Beteiligungswerte dem allgemeinen Abwärtstrend entziehen.

Verlierer belasten den Index

Auf der Verliererseite stand die Grupo de Inversiones Suramericana Preferred (BVC: PFGRUPSURA) an der Spitze der schwächsten Werte. Die Vorzugsaktie fiel um 3,64 Prozent beziehungsweise 2.140,00 Punkte auf 56.700,00 zum Schluss. Auch die Corporacion Financiera Colombiana Pref (BVC: PFCORFICOL) gab nach und sank um 2,23 Prozent oder 420,00 Punkte auf 18.400,00.

Die Grupo Cibest SA (BVC: CIBEST) verlor 2,20 Prozent beziehungsweise 1.980,00 Punkte und schloss bei 88.020,00. Am kolumbianischen Aktienmarkt überstiegen die fallenden Titel die steigenden mit einem Verhältnis von 0 zu 0 – ein Hinweis auf die sehr einseitige Handelsaktivität an diesem Sitzungstag.

Rohstoffe und Währungen im Blick

Auch an den Rohstoffmärkten bewegten sich die Notierungen deutlich. US-Kaffee C für Lieferung im Dezember lag um 0,87 Prozent beziehungsweise 2,50 US-Dollar höher und notierte bei 290,75 US-Dollar. Im weiteren Rohstoffhandel stieg US-Kakao für Lieferung im Dezember um 4,24 Prozent beziehungsweise 228,00 auf 5.609,00 US-Dollar.

Der Gold-Futures-Vertrag für Dezember fiel dagegen um 0,72 Prozent beziehungsweise 30,20 und wurde bei 4.172,10 US-Dollar pro Feinunze gehandelt. Für ein rohstoffexportierendes Land wie Kolumbien sind diese Preisbewegungen besonders relevant, da sie die Exporteinnahmen und damit die Währungsdynamik beeinflussen.

Am Devisenmarkt notierte USD/COP 1,53 Prozent niedriger bei 3.269,34, während BRL/COP ebenfalls um 1,53 Prozent auf 626,81 fiel. Der US-Dollar-Index-Future stand 0,02 Prozent niedriger bei 101,70. Ein schwächerer Dollar stützt tendenziell Schwellenländerwährungen wie den kolumbianischen Peso, was sich auch in der Entwicklung des USD/COP widerspiegelt.

Für deutsche Privatanleger bleibt der kolumbianische Markt eine Beimischung mit erhöhtem Risiko. Der COLCAP ist stark von Finanz- und Beteiligungswerten geprägt, wie die gegenläufigen Bewegungen einzelner Titel an diesem Handelstag zeigen. Wer in Schwellenländer investiert, sollte daher sowohl die Rohstoffpreise als auch die Währungsentwicklung fest im Blick behalten.

COLCAPKolumbien AktienBvc KolumbienSchwellenländer AktienUsd/CopRohstoffe KolumbienBanco De BogotaGrupo Suramericana

Meistgelesene News

  1. Mercedes-Benz: Neue Regeln für mobiles Arbeiten stehen kurz bevor
  2. Beschlagnahmte Iran-Öltanker segeln langsam in Richtung USA
  3. Alphabet und Nvidia: Was 1.000 Dollar bis 2030 wert sein könnten
  4. BASF im Umbruch: Evonik-Übernahme und EU-Batterie-Regeln
  5. Iran erhält offizielle US-Antwort auf Friedensvorschlag

Disclaimer