KKR prüft Verkauf von BMC Helix für 1,5 Milliarden Dollar
Der Private-Equity-Riese KKR will seine IT-Service-Management-Plattform BMC Helix abstoßen und erste Gebote liegen bereits vor.

Der US-amerikanische Private-Equity-Konzern KKR erwägt den Verkauf seiner IT-Tochter BMC Helix. Laut einem Bericht von Reuters, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, könnte der Deal bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar einbringen. Investmentbanker von Jefferies begleiten den Prozess als Berater.
Bereits erste Gebote von anderen Private-Equity-Firmen sowie strategischen Käufern seien eingegangen, so die Quellen, die anonym bleiben wollten. BMC Helix ist eine KI-gestützte Plattform für IT-Service-Management (ITSM), die Unternehmen bei der Automatisierung von Service Desks, der Verwaltung von IT-Vorfällen und der Überwachung hybrider IT-Umgebungen unterstützt. Das Unternehmen steht im direkten Wettbewerb mit dem Branchenführer ServiceNow.
Starke Kennzahlen als Verkaufsargument
Die Finanzzahlen von BMC Helix können sich sehen lassen: Das Unternehmen erzielt ein EBITDA von rund 150 Millionen US-Dollar und einen jährlich wiederkehrenden Umsatz (Annual Recurring Revenue, ARR) von 750 Millionen US-Dollar. Ein möglicher Verkaufspreis würde das Acht- bis Zehnfache des EBITDA widerspiegeln – was die angestrebten 1,5 Milliarden Dollar erklären würde.
Der geplante Deal kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für den Softwaresektor. Bedenken über den Einfluss künstlicher Intelligenz auf traditionelle Softwaregeschäftsmodelle haben Bewertungen unter Druck gesetzt und die Transaktionsaktivität spürbar verlangsamt. Der Verkauf von Helix dürfte daher als Stimmungstest für den M&A-Markt im Softwarebereich gelten.
Börsengang von BMC bereits für 2026 geplant
Für KKR ist der Helix-Verkauf nur ein Zwischenschritt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Deals plant der Finanzinvestor bereits ab 2026 die Vorbereitung eines Börsengangs (IPO) für die verbleibende BMC-Muttergesellschaft. KKR hatte BMC Software 2018 gemeinsam mit anderen Investoren für rund 8,5 Milliarden Dollar erworben. Mit dem schrittweisen Verkauf von Unternehmensteilen verfolgt KKR eine klassische Private-Equity-Strategie zur Wertsteigerung und Rückführung von Kapital an seine Investoren.
