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KeyBanc empfiehlt Rocket Lab und Firefly nach SpaceX-IPO-Kursrückgang

Nach starken Kursverlusten infolge des SpaceX-Börsengangs sieht KeyBanc Capital Markets attraktive Einstiegschancen bei zwei Raumfahrtaktien.

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KeyBanc empfiehlt Rocket Lab und Firefly nach SpaceX-IPO-Kursrückgang

Der Börsengang von SpaceX an der Nasdaq hat den Raumfahrtsektor in Bewegung gebracht – allerdings zunächst mit negativen Folgen für einige Wettbewerber. Rocket Lab verlor am Freitag fast 11%, Firefly Aerospace brach sogar um 19% ein. Der iShares U.S. Aerospace & Defense ETF gab ebenfalls um rund 1% nach. Doch genau in diesem Rücksetzer sieht KeyBanc Capital Markets eine Kaufgelegenheit.

Die US-Investmentbank stufte sowohl Firefly Aerospace als auch Rocket Lab von „Sector Weight" auf „Overweight" hoch. Für Firefly setzt KeyBanc ein Kursziel von 50 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von 57% gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht. Für Rocket Lab lautet das Ziel 135 US-Dollar – ein möglicher Anstieg von 32% gegenüber dem letzten Schlusskurs.

„Nach der Volatilität im Zusammenhang mit dem SPCX-Börsengang sehen wir überzeugende Chancen im schnell wachsenden Raumfahrtsektor", schrieb KeyBanc-Analyst Michael Leshock in einem Bericht an Kunden. Er betonte dabei insbesondere gut kapitalisierte kommerzielle Raumfahrtunternehmen mit klaren Wachstumstreibern im Bereich nationale Sicherheit und NASA-Prioritäten.

SpaceX-Börsengang als Katalysator für den Sektor

Der Börsengang von SpaceX war ein historisches Ereignis: Die Aktien des von Elon Musk kontrollierten Raketenbauers stiegen am ersten Handelstag um 19% und bewerteten das Unternehmen mit 2,1 Billionen US-Dollar. Es war damit der größte Börsengang der Geschichte. Trotz der kurzfristigen Belastung für Wettbewerber sieht KeyBanc den IPO als Signal für wachsendes institutionelles Interesse am gesamten Raumfahrtsektor.

Leshock argumentiert, dass die Fundamentaldaten des Sektors intakt sind: „Die Aktivitäten der NASA beschleunigen sich in einem Tempo, wie man es seit der Apollo-Ära nicht mehr gesehen hat, während das Angebot an Raketenstarts strukturell begrenzt bleibt – inmitten eines exponentiellen Wachstums bei Satelliten und weltraumbasierten Anwendungen." Diese Kombination aus begrenztem Angebot und stark steigender Nachfrage spricht laut der Bank für eine nachhaltige Erholung beider Aktien.

Breiter Analystenkonsens stützt die Einschätzung

Die Hochstufung durch KeyBanc steht nicht allein. Von den zehn Analysten, die Firefly Aerospace beobachten, bewerten acht die Aktie mit „Buy" oder „Strong Buy". Bei Rocket Lab sind es sogar 17 von 22 Analysten, die eine Kaufempfehlung aussprechen. Der Konsens an der Wall Street ist damit klar bullish für beide Werte.

Ein Blick auf die längerfristige Kursentwicklung zeigt das Potenzial: Firefly ist zwar im vergangenen Monat um 21% gefallen, liegt aber auf Sicht von sechs Monaten mit 57% im Plus. Das Unternehmen war erst im vergangenen August an die Börse gegangen. Rocket Lab verlor im letzten Monat 18%, konnte im Halbjahresvergleich jedoch um beeindruckende 85% zulegen. Rocket Lab ist bereits seit Ende 2020 börsennotiert.

Für deutsche Anleger, die den Raumfahrtsektor im Blick haben, verdeutlicht die aktuelle Situation ein klassisches Muster: Ein dominierendes Ereignis – hier der SpaceX-IPO – sorgt kurzfristig für Unsicherheit und Kapitalumschichtungen, eröffnet aber gleichzeitig Einstiegschancen bei soliden Wettbewerbern. Ob die von KeyBanc prognostizierten Kursziele erreicht werden, hängt maßgeblich davon ab, wie sich das institutionelle Interesse am Raumfahrtsektor in den kommenden Monaten entwickelt.

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