Keurig Dr Pepper übertrifft Erwartungen dank starker Softdrink-Nachfrage
Der US-Getränkekonzern hebt die Jahresprognose an und profitiert von neuen Geschmacksrichtungen sowie wachsenden Marktanteilen.

Keurig Dr Pepper hat im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und blickt optimistisch auf das laufende Jahr. Der Nettoumsatz stieg auf 4,50 Milliarden Dollar und übertraf damit die Konsensschätzung von 4,36 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 60 Cent – einen Cent über den prognostizierten 59 Cent.
Das Unternehmen profitierte besonders von seiner Softdrink-Sparte. Das inländische Segment für Erfrischungsgetränke – der größte Umsatzträger – legte um 11,5 Prozent zu. Marken wie 7UP und Dr Pepper Zero gewannen Marktanteile, während neue Produkte wie Dr Pepper Creamy Coconut und an TikTok-Trends angelehnte Erfrischungsgetränke neue Konsumentengruppen ansprachen.
Auch das Kaffeegeschäft entwickelte sich positiv und wuchs im Jahresvergleich um 3,9 Prozent. Um gestiegene Rohstoffkosten und Zollbelastungen abzufedern, hat Keurig Dr Pepper die Preise schrittweise angehoben. Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Kursanstieg von rund zwei Prozent.
Jahresprognose deutlich über Analystenerwartungen
Für das Gesamtjahr erwartet Keurig Dr Pepper einen Nettoumsatz zwischen 25,9 und 26,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Analysten hatten laut LSEG-Daten lediglich 17,23 Milliarden Dollar prognostiziert – der deutliche Unterschied erklärt sich durch die geplante Integration der JDE-Peet's-Übernahme in die Konzernzahlen. Beim bereinigten Jahresgewinn auf währungsbereinigter Basis rechnet das Unternehmen mit einem Wachstum im niedrigen zweistelligen Bereich, was die Analystenschätzung von 6,4 Prozent klar übertrifft.
Ein zentrales strategisches Projekt ist die rund 18 Milliarden Dollar schwere Übernahme der niederländischen Kaffee- und Teegruppe JDE Peet's. Mit dieser Transaktion will Keurig Dr Pepper seine Attraktivität bei jüngeren Konsumenten steigern und das internationale Geschäft ausbauen. Zur Finanzierung sicherte sich der Konzern zuletzt zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar Eigenkapital von langfristig orientierten Investoren.
Personell gibt es ebenfalls Veränderungen: Das Unternehmen ernannte Pamela Patsley zur neuen Verwaltungsratsvorsitzenden. Patsley gehört dem Board seit 2018 an und übernimmt die Rolle zum Ende des ersten Quartals 2026.
