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Kerosinpreise ziehen nach: Hormus-Krise trifft jetzt den Luftverkehr

Kerosinpreise steigen auf Höchststände – Hormus-Krise trifft nun auch den Luftverkehr

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Kerosinpreise ziehen nach: Hormus-Krise trifft jetzt den Luftverkehr

Die globale Kraftstoffversorgung gerät zunehmend unter Druck. Nachdem die Dieselpreise in den USA bereits auf Rekordniveau gestiegen sind, ziehen nun auch die Kerosinpreise nach. Grund ist die anhaltende Pattsituation an der strategisch wichtigen Straße von Hormus, die nicht nur den Schiffsverkehr, sondern zunehmend auch die Raffinerieproduktion weltweit beeinträchtigt.

Die Preise für Flugzeugkerosin bewegen sich nach Angaben von Marktbeobachtern nahe an ihren höchsten Niveaus seit dem Beginn des Krieges zwischen den USA und dem Iran. Dies droht die jüngste Unterbrechung der Kraftstoffversorgung zu werden, die sich aus der Blockade der Meerenge ergibt. Für Fluggesellschaften und Reisende bedeutet dies steigende Kosten, die sich direkt auf die Ticketpreise auswirken dürften.

Hintergrund der Krise

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Rund ein Fünftel des globalen Öltransports passiert diese Meerenge. Die aktuelle Pattsituation zwischen den USA und dem Iran hat die Lieferketten empfindlich gestört. Eine umfassendere Kraftstoffkrise infolge des Krieges und neuer Konfliktherde hat die globalen Märkte erschüttert und die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben.

Der Fokus lag in den vergangenen Wochen vor allem auf den Dieselpreisen. In den USA sind die Durchschnittspreise für Diesel bereits deutlich über sechs Dollar pro Gallone gestiegen. Dies belastet nicht nur Spediteure und Transportunternehmen, sondern letztlich auch die amerikanischen Verbraucher, die mit höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen konfrontiert sind.

Auswirkungen auf den Luftverkehr

Für die Luftfahrtbranche kommt der Anstieg der Kerosinpreise zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Viele Fluggesellschaften hatten sich nach der Pandemie gerade erst von den Verlusten der vergangenen Jahre erholt. Treibstoffkosten machen bei den meisten Airlines den zweitgrößten Kostenblock nach den Personalkosten aus. Steigende Kerosinpreise schmälern entweder die Margen oder werden über höhere Ticketpreise an die Passagiere weitergegeben.

Die aktuellen Entwicklungen an den Rohstoffmärkten zeigen, wie verwundbar die globale Energieversorgung gegenüber geopolitischen Spannungen bleibt. Die Straße von Hormus ist dabei nur ein Krisenherd unter mehreren, die derzeit die Märkte in Atem halten.

Blick nach Europa

Auch für Europa und Deutschland sind die Entwicklungen von großer Bedeutung. Zwar beziehen die europäischen Raffinerien einen geringeren Anteil ihres Rohöls direkt aus dem Nahen Osten als die asiatischen Märkte, doch die globalen Kraftstoffmärkte sind eng miteinander verflochten. Steigende Preise in den USA und Asien wirken sich zwangsläufig auch auf die europäischen Märkte aus.

Sollte sich die Lage an der Straße von Hormus weiter zuspitzen, drohen zusätzliche Preissteigerungen bei Diesel und Kerosin. Analysten beobachten die Entwicklung mit Sorge, denn eine schnelle Entspannung der geopolitischen Lage ist derzeit nicht in Sicht. Die Märkte bleiben angespannt, und die Kraftstoffpreise dürften auf absehbare Zeit auf erhöhtem Niveau verharren.

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