Kering-Aktie steigt 12%: Neuer CEO plant Turnaround bei Gucci
Luxuskonzern übertrifft Umsatzerwartungen trotz anhaltender Schwäche der Vorzeigemarke Gucci im vierten Quartal.

Die Aktie des französischen Luxusgüterkonzerns Kering ist am Dienstag um 12% gestiegen, nachdem das Unternehmen trotz anhaltender Umsatzrückgänge eine Rückkehr zum Wachstum für 2026 in Aussicht gestellt hat. Der neue CEO Luca de Meo, der die Führung der Vorzeigemarke Gucci übernommen hat, kündigte eine strategische Neuausrichtung an.
Der Gesamtumsatz des Konzerns sank im vierten Quartal auf vergleichbarer Basis um 3% auf 3,9 Milliarden Euro (4,64 Milliarden US-Dollar). Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang gerechnet, weshalb die Zahlen positiv aufgenommen wurden. Zum Portfolio des Unternehmens gehören neben Gucci auch die renommierten Marken Yves Saint Laurent, Bottega Veneta und Balenciaga.
Die größte Herausforderung bleibt die Kernmarke Gucci, die im Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang von 10% verzeichnete. Dies markiert bereits das vierte Quartal in Folge mit negativen Wachstumsraten für die italienische Luxusmarke. Der neue CEO de Meo steht damit vor der Aufgabe, die traditionsreiche Marke wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Optimismus für 2026
Trotz der schwachen Quartalszahlen zeigt sich das Management zuversichtlich für das laufende Jahr. Die angekündigte Neuausrichtungsstrategie soll Gucci wieder attraktiver für kaufkräftige Kunden machen. Branchenexperten sehen in der Personalie de Meo eine Chance für einen Neuanfang, da er über umfangreiche Erfahrung in der Luxusgüterindustrie verfügt.
Die anderen Marken im Kering-Portfolio entwickelten sich im vierten Quartal unterschiedlich. Während Yves Saint Laurent und Bottega Veneta moderate Rückgänge verzeichneten, konnte Balenciaga seine Position stabilisieren. Insgesamt zeigt sich der Luxusgütermarkt weiterhin volatil, wobei vor allem die Nachfrage in Asien schwächer ausfällt als erwartet.
Für deutsche Anleger ist die Kering-Aktie über die Börsen Frankfurt und Stuttgart handelbar. Der Kurssprung vom Dienstag zeigt, dass der Markt der angekündigten Wachstumsstrategie Vertrauen schenkt. Ob sich dieser Optimismus bestätigt, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen müssen.
