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JPMorgan verhandelt über Bankgeschäfte für Trumps Friedensgremium im Gazastreifen

US-Großbank könnte Zahlungsabwicklung für internationale Wiederaufbau-Initiative übernehmen – trotz laufender Milliardenklage gegen Trump.

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JPMorgan verhandelt über Bankgeschäfte für Trumps Friedensgremium im Gazastreifen

JPMorgan Chase befindet sich laut einem Bericht der Financial Times in Verhandlungen über die Bereitstellung von Bankdienstleistungen für das sogenannte "Board of Peace". Die von den USA geführte Institution soll den Wiederaufbau des Gazastreifens koordinieren. Die Gespräche drehen sich vor allem um die Abwicklung von Zahlungen an und von dem Gremium, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen der Zeitung mitteilten.

Die größte US-Bank würde damit eine zentrale Rolle bei der finanziellen Infrastruktur eines international beachteten Projekts übernehmen. Das "Board of Peace" wurde erstmals im September 2025 von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen und soll zunächst die vorübergehende Verwaltung des Gazastreifens beaufsichtigen. Später kündigte Trump an, das Mandat auf weltweite Konflikte auszuweiten – ein Schritt, den Experten als potenzielle Schwächung der Vereinten Nationen kritisieren.

Spannungsgeladenes Verhältnis zwischen Bank und Präsident

Die Verhandlungen erfolgen vor dem Hintergrund erheblicher rechtlicher Spannungen zwischen JPMorgan und dem US-Präsidenten. Trump hatte im vergangenen Monat eine Klage über fünf Milliarden Dollar gegen die Bank und deren CEO Jamie Dimon eingereicht. Darin wirft er dem Institut vor, mehrere seiner Konten und die seiner Unternehmen aus politischen Gründen geschlossen zu haben.

Weder das Weiße Haus noch JPMorgan reagierten zunächst auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters zu den Berichten. Die Nachrichtenagentur konnte die Informationen der Financial Times nicht unabhängig verifizieren. Die Zurückhaltung beider Seiten dürfte auch der heiklen rechtlichen Situation geschuldet sein.

Erste Sitzung mit internationaler Beteiligung

Trump wird noch am Donnerstag den Vorsitz der ersten Sitzung des "Board of Peace" übernehmen. Zu dem Treffen werden Delegationen aus 47 Ländern sowie Vertreter der Europäischen Union erwartet. Die internationale Beteiligung unterstreicht die Bedeutung, die die Trump-Administration dem Gremium beimisst. Kritiker befürchten jedoch, dass die Initiative etablierte multilaterale Strukturen umgehen könnte.

Für JPMorgan könnte das Engagement sowohl Chancen als auch Risiken bergen. Einerseits würde die Bank ihre Position als führender Finanzdienstleister für komplexe internationale Projekte stärken. Andererseits könnte die Zusammenarbeit mit der Trump-Administration inmitten laufender Rechtsstreitigkeiten für zusätzliche Kontroversen sorgen.

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