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Japans Großbanken erhalten Zugang zu Anthropics KI-Modell Claude Mythos

Japans drei größte Banken sollen bereits Ende Mai Zugang zu Anthropics fortschrittlichem KI-Modell erhalten – ein Novum für japanische Organisationen.

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Japans Großbanken erhalten Zugang zu Anthropics KI-Modell Claude Mythos

Japans drei größte Banken – die MUFG Bank, die Sumitomo Mitsui Banking Corp und die Mizuho Bank – werden voraussichtlich bereits Ende Mai Zugang zu Claude Mythos erhalten. Das berichtete die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei am Mittwoch. Bei Claude Mythos handelt es sich um das fortschrittliche KI-Modell des US-amerikanischen Startups Anthropic.

Laut dem Nikkei-Bericht wurden die drei Bankinstitute wahrscheinlich bereits am Dienstag über diesen Schritt informiert – und zwar während Treffen in Japan mit US-Finanzminister Scott Bessent. Der Zugang zu dem Modell markiert demnach das erste Mal, dass japanischen Organisationen der Zugriff auf Claude Mythos gewährt wird.

Exklusives Modell mit begrenztem Zugang

Claude Mythos gilt als besonders leistungsstarkes KI-System, das in der Lage ist, Sicherheitslücken in Software weitaus schneller zu identifizieren und auszunutzen als bisherige Systeme. Der Zugang zu dem Modell war bislang weltweit auf etwa 50 Organisationen beschränkt. Darunter befinden sich US-Unternehmen, amerikanische Banken sowie britische Regierungsbehörden.

Die Aufnahme japanischer Banken in diesen exklusiven Kreis ist damit ein bedeutender Schritt. Er unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung Japans als Partner der USA im Bereich Cybersicherheit und künstliche Intelligenz.

Tokio drängte auf Zugang – Cybersicherheit im Fokus

Dem Nikkei-Bericht zufolge hatte Tokio bei Washington aktiv auf den Zugang zu dem Modell gedrängt. Hintergrund sind Japans verstärkte Bemühungen im Bereich Cybersicherheit angesichts wachsender Besorgnis über die Risiken durch modernste KI-Systeme. Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi habe ihre Kabinettsmitglieder angewiesen, die Identifizierung von Schwachstellen in der nationalen Infrastruktur zu intensivieren und KI-bezogene Sicherheitsrisiken zu minimieren.

Der Zugang zu Claude Mythos wurde dem Bericht zufolge auch während des Treffens von Premierministerin Takaichi mit US-Finanzminister Bessent am Dienstag erörtert. Die Gespräche fanden im Rahmen von Bessents Japan-Besuch statt.

Für deutsche Beobachter ist der Vorgang bemerkenswert: Er zeigt, wie eng die USA den Zugang zu hochentwickelten KI-Modellen mit geopolitischen und sicherheitspolitischen Überlegungen verknüpfen. Die Tatsache, dass bislang nur rund 50 Organisationen weltweit Zugang zu Claude Mythos hatten, verdeutlicht den exklusiven und sicherheitsrelevanten Charakter des Modells. Japans Banken rücken damit in eine privilegierte Position – sowohl technologisch als auch im Hinblick auf die bilateralen Beziehungen zwischen Tokio und Washington.

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