Jack Dorsey entlässt 4.000 Mitarbeiter bei Block – KI als Grund
Sechs Monate nach einem 60-Millionen-Dollar-Firmenfest kündigt Block-Gründer Jack Dorsey massive Stellenstreichungen an.

Der Zahlungsdienstleister Block Inc., zu dem die Dienste Square und Cash App gehören, plant einen radikalen Stellenabbau von 40 Prozent. Mehr als 4.000 Mitarbeiter wurden bereits über ihre bevorstehende Entlassung informiert. Gründer und CEO Jack Dorsey nennt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz als wesentlichen Grund für den Personalabbau.
Die Ankündigung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Erst im September 2024 hatte Block rund 8.000 Mitarbeiter aus aller Welt zu einer aufwendigen Jubiläumsveranstaltung nach Kalifornien eingeladen. Anlässlich des 16. Geburtstags des Unternehmens fand das dreitägige Event im Oakland Coliseum statt – mit Festivalatmosphäre, einem nächtlichen DJ-Set von Anderson .Paak und einem Bühnengespräch zwischen Dorsey und Hip-Hop-Superstar Jay-Z, der dem Verwaltungsrat von Block angehört. Die Veranstaltung kostete das Unternehmen nach Angaben des Wall Street Journal mehr als 60 Millionen US-Dollar.
Skepsis gegenüber KI-Begründung wächst
Dorseys Erklärung, KI mache einen Großteil der bisherigen Aufgaben überflüssig, stößt auf erhebliche Skepsis. Kritiker bezweifeln, dass der technologische Fortschritt allein den drastischen Stellenabbau rechtfertigt. Der Kontrast zwischen dem kostspieligen Firmenfest und den kurz darauf folgenden Massenentlassungen befeuert die Kritik an der Unternehmensführung zusätzlich.
Für deutsche Anleger ist Block Inc. vor allem durch den Ticker XYZ bekannt, der zuletzt unter Druck stand. Das Unternehmen steht stellvertretend für einen breiteren Trend im US-Technologiesektor: Zahlreiche Firmen nutzen den KI-Aufschwung als Begründung für Personalkürzungen, was zunehmend kritisch hinterfragt wird. Die Frage, ob KI tatsächlich der Treiber oder lediglich ein Vorwand für Kostensenkungen ist, beschäftigt Investoren und Arbeitnehmer gleichermaßen.
