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Italiens Wirtschaft wächst moderat – Olympische Spiele als Stütze

Die Bank von Italien sieht moderates BIP-Wachstum im ersten Quartal, gestützt durch Dienstleistungen und die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina.

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Italiens Wirtschaft wächst moderat – Olympische Spiele als Stütze

Die italienische Zentralbank sieht Anzeichen für ein moderates Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2026. „Es gibt Anzeichen dafür, dass das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal weiterhin mit moderatem Tempo gewachsen ist, gestützt durch die Aktivität im Dienstleistungssektor, insbesondere bei unternehmensbezogenen Dienstleistungen", erklärte die Bank von Italien in ihrem vierteljährlichen Wirtschaftsbericht. Eine konkrete Schätzung für die BIP-Daten des ersten Quartals nannte die Notenbank dabei nicht. Diese Zahlen werden am 30. April vom Statistikamt ISTAT veröffentlicht.

Als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hatte Italien im vierten Quartal des vergangenen Jahres ein Wachstum von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal verzeichnet. Die Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina haben laut dem Bericht „einen positiven Beitrag zum Wachstum im ersten Quartal geleistet, wie Daten über die Präsenz ausländischer Touristen und internationale Flüge zeigen". Das Großereignis hat damit messbare wirtschaftliche Impulse gesetzt und den Dienstleistungssektor zusätzlich belebt.

Nahost-Konflikt als erhebliches Abwärtsrisiko

Trotz des moderaten Wachstums warnt die Bank von Italien vor erheblichen Abwärtsrisiken. Unter Verweis auf den Konflikt im Nahen Osten, der die Energiepreise in die Höhe getrieben und die globale Unsicherheit erhöht hat, sieht die Zentralbank spürbare Gefahren für den Konsum und die Investitionen im laufenden Jahr. Gleichzeitig hob der am Freitag veröffentlichte Bericht Aufwärtsrisiken für die Inflation hervor, die durch steigende Öl- und Gaspreise angeheizt werden – in einem Land, das bei seinem Energiebedarf stark von Importen abhängig ist.

Besonders energieintensive Sektoren wie Chemie, Metalle und Papierprodukte stehen unter Druck. Diese Branchen machen etwa 16 Prozent der italienischen Warenexporte aus – ein Anteil, der dem Deutschlands ähnelt, wie die Zentralbank ausdrücklich warnte. Steigende Energiekosten gefährden damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines bedeutenden Teils der italienischen Exportwirtschaft.

Gedämpfte Wachstumsprognosen für 2026 und 2027

Die Bank von Italien bestätigte ihre Anfang des Monats veröffentlichten Prognosen und senkte den Wachstumsausblick für Italien für die Jahre 2026 und 2027 auf 0,6 beziehungsweise 0,5 Prozent. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte in dieser Woche seine Wachstumsprognosen für Italien nach unten: Für beide Jahre erwartet der IWF nun jeweils nur noch 0,5 Prozent Wachstum – ebenfalls mit Verweis auf die Auswirkungen des Nahost-Konflikts.

Die sich eintrübenden Aussichten stellen die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor eine schwierige Aufgabe. Sie muss die Notwendigkeit der Wachstumsförderung mit der Einhaltung der EU-Budgetregeln in Einklang bringen – ein Balanceakt, der angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und steigender Energiekosten zunehmend komplexer wird. Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung Italiens von besonderer Relevanz, da beide Länder ähnlich stark von energieintensiven Exportbranchen abhängig sind und vergleichbare Risiken durch steigende Energiepreise tragen.

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