Intel meldet Verlust im Q4 2024 – Hohe Investitionen belasten
Der Chipriese Intel ist im vierten Quartal 2024 in die Verlustzone gerutscht. Hohe Investitionen in neue Produktionskapazitäten und anhaltende Lieferengpässe drücken auf das Ergebnis.

Intel hat im vierten Quartal 2024 einen Nettoverlust von 333 Millionen US-Dollar verbucht. Der Verlust fiel damit höher aus als von Analysten erwartet, die mit einem Minus von 294 Millionen Dollar gerechnet hatten. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 14,3 Milliarden auf 13,7 Milliarden Dollar.
Massive Investitionen belasten Bilanz
Der US-Halbleiterkonzern investiert derzeit massiv in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für modernste Chips. Diese hohen Ausgaben belasten die Gewinn- und Verlustrechnung erheblich. Gleichzeitig kämpft Intel weiterhin mit Engpässen bei der Lagerhaltung, was die Situation zusätzlich verschärft.
Weitere Verluste für Q1 2025 prognostiziert
Für das erste Quartal 2025 stellt Intel ebenfalls weitere Verluste in Aussicht. Das Unternehmen befindet sich in einer Phase des Umbaus, in der kurzfristige finanzielle Belastungen für langfristige Wettbewerbsfähigkeit in Kauf genommen werden. Die Investoren zeigten sich enttäuscht über die schwachen Zahlen.
Foundry-Geschäft: Kundenankündigungen verzögern sich
Besonders gespannt warteten Anleger auf Neuigkeiten zu neuen Kunden für Intels Chipfertigungsgeschäft, die sogenannte Foundry-Sparte. In diesem Bereich will Intel künftig auch Chips für andere Unternehmen produzieren und damit zum Konkurrenten von TSMC werden. Die Intel-Führung teilte in der Analystenkonferenz jedoch mit, dass entsprechende Kundenankündigungen erst später im Jahr 2025 erfolgen werden.
Ausblick bleibt herausfordernd
Intel steht vor der Herausforderung, seine ehrgeizige Transformationsstrategie umzusetzen, während gleichzeitig die operative Profitabilität leidet. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die massiven Investitionen in neue Technologien und Produktionskapazitäten die gewünschten Früchte tragen.
