ANZEIGE

IEA warnt vor erneut steigenden globalen Dieselpreisen und Engpass

Die Internationale Energieagentur rechnet mit einem globalen Diesel-Engpass bis Mitte nächsten Jahres und steigenden Preisen in Europa, Afrika und Lateinamerika.

• 4 Min
IEA warnt vor erneut steigenden globalen Dieselpreisen und Engpass

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am Mittwoch davor gewarnt, dass die Dieselpreise in Europa, Afrika und Lateinamerika in den kommenden Wochen erneut steigen könnten. Die in Paris ansässige Behörde, die die globale Antwort auf die aktuelle Energiekrise koordiniert, rechnet zudem damit, dass es bis zur Mitte des nächsten Jahres zu einem globalen Engpass bei diesem Kraftstoff kommen werde. Die explodierenden Preise auf dem Schifffahrtsmarkt könnten dazu führen, dass sich die „gelieferten Dieselpreise" auf den drei Kontinenten erneut erhöhen.

Der Dieselpreis erreichte im vergangenen Monat auf den Großhandelsmärkten in Europa und den USA 220 Dollar pro Barrel – mehr als das Doppelte seines Niveaus vor dem Krieg. Die IEA betonte, dass dieses hohe Niveau die Nachfrage nur leicht gedämpft habe. Der Grund: Diesel sei so eng mit der wirtschaftlichen Aktivität verflochten, dass die Nachfrage kaum zurückgeht.

USA: Zapfsäulenpreise vor den Midterm-Wahlen

In den USA, wo die Wähler nur noch wenige Wochen von den Midterm-Wahlen entfernt sind, lagen die Dieselpreise an der Zapfsäule am Dienstag durchschnittlich bei 6,28 Dollar pro Gallone. Der Konflikt im Nahen Osten sowie die erfolgreichen Drohnenangriffe der Ukraine gegen russische Raffinerien haben die weltweiten Dieselreserven erschöpft.

Die IEA sagte voraus, dass der Dieselmarkt „auch weit hinein ins Jahr 2027 knapp bleiben" wird, selbst wenn die Raffinerien ihre Aktivitäten wahrscheinlich wieder aufnehmen werden. Eine Erholung hängt demnach von einer Wiederherstellung der Versorgungswege aus dem Nahen Osten ab. Ein Abkommen zwischen den USA und Russland zur Lockerung von Sanktionen und zur Wiederherstellung der russischen Dieselexporte würde die Menge des verfügbaren Kraftstoffs auf dem Markt „wahrscheinlich nicht wesentlich verändern", so die IEA, da Russland unter einem Mangel an betriebsbereiten Raffinerien leide.

Das Beratungsunternehmen Energy Aspects erklärte, dass Führungskräfte der Branche, die diese Woche in Riad zum World Petroleum Congress zusammentreffen, „verspätet die Rekordpreise für Diesel und Kerosin zur Kenntnis genommen" hätten. Nun diskutierten sie darüber, alte Raffinerien wieder in Betrieb zu nehmen. Doch „selbst im besten Fall würden die Wiederinbetriebnahmen sechs Monate dauern, realistisch gesehen mindestens 12 Monate" – und wären enorm kostspielig.

Globale Ölnachfrage sinkt deutlich

An anderer Stelle sagte die IEA voraus, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr um 2,6 Millionen Barrel pro Tag sinken wird. Für das nächste Jahr erwartet sie eine etwas schwächere Erholung. Neben einem erheblichen Rückgang der Ölnachfrage in China verzeichneten auch mehrere Schwellenländer im Laufe dieses Jahres einen Rückgang ihrer Öl-Nachfrage.

„Die Einschätzung des Ausmaßes des Rückgangs ist schwierig, da für viele Länder keine direkten und zeitnahen Berichte über Lieferungen verfügbar sind", sagte die IEA – insbesondere für Afrika, Lateinamerika und Asien. Nach Prüfung der per Schiff gelieferten Öl-Mengen erklärte die IEA jedoch, dass Südostasien die am stärksten betroffene Region der aktuellen Krise war. Die Lieferungen sanken während der ersten sechs Monate des Konflikts im Nahen Osten um 3,7 Prozent. Erwartet hatte die IEA für diesen Zeitraum einen Anstieg der Nachfrage um 2,3 Prozent.

Ein Kraftstoffmangel auf der indonesischen Insel Bali in dieser Woche, nachdem ein Tanker bei der Entladung seiner Ladung verzögert wurde, führte zu langen Warteschlangen an den Tankstellen. Der Gouverneur der Insel, I Wayan Koster, sagte zu, dass in dieser Woche weitere Sendungen eintreffen würden und dass Kraftstoff „verfügbar" sei.

Afrika und Lateinamerika mit unterschiedlicher Entwicklung

Die afrikanische Ölnachfrage wuchs vor dem Krieg stark, mit einem geschätzten jährlichen Anstieg von 3,4 Prozent. Zwischen März und August verwandelte sich dieses Wachstum jedoch in einen jährlichen Rückgang von 2,5 Prozent. „Afrikas Abhängigkeit von importiertem Benzin und Diesel macht die Region anfällig für höhere Preise", bemerkte die IEA. Ägypten, der größte Ölverbraucher Afrikas, verzeichnete im zweiten Quartal einen Rückgang des Verbrauchs um mehr als 12 Prozent – den größten Rückgang in der Region.

Im Gegensatz dazu erklärte die IEA, dass sich Lateinamerika als widerstandsfähig erwiesen habe. In den sechs Monaten seit Kriegsbeginn stieg die Nachfrage dort schätzungsweise um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit einem Anstieg von 1,7 Prozent in den vorherigen sechs Monaten.

Für deutsche Anleger und Verbraucher bleibt die Lage an den Diesel- und Rohölmärkten damit angespannt. Ein knapper Dieselmarkt, hohe Großhandelspreise und stockende Raffineriekapazitäten dürften auch die Transport- und Produktionskosten weiter belasten. Die IEA zeichnet ein Bild, in dem sich die Versorgung frühestens mit einer Normalisierung der Lieferwege aus dem Nahen Osten und einer Rückkehr stillgelegter Raffinerien entspannen könnte – ein Prozess, der sich nach Einschätzung von Energy Aspects über viele Monate hinziehen dürfte.

DieselpreiseIEAEnergiekriseRohölRaffinerienÖlnachfrageWorld Petroleum Congress

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.