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HSBC zerstreut Aktienmarkt-Sorgen – Optimismus für Anleger

Die Großbank erwartet Gewinne in fast allen Anlageklassen und entkräftet die dominierenden Ängste.

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HSBC zerstreut Aktienmarkt-Sorgen – Optimismus für Anleger

Viele Anleger blicken derzeit mit Sorge auf die Finanzmärkte. Die bevorstehenden Midterm-Wahlen in den USA, Kapitalrückführungen japanischer Investoren und die steigende Nachfrage von Hyperscalern am Anleihemarkt verunsichern die Marktteilnehmer. Doch die Strategen der britischen Großbank HSBC teilen diese Ängste nicht. Im Gegenteil: Sie rechnen mit steigenden Kursen in fast allen Assetklassen.

Die von Max Kettner angeführten Strategiker veröffentlichten am Mittwoch eine Studie, in der sie ihre optimistische Haltung untermauern. Demnach erwarten die Experten Gewinne, angetrieben durch zwei wesentliche Faktoren: verbesserte Meldungen zum Ölfluss – insbesondere Saudi-Arabiens Hoffnungen, die Ost-West-Pipeline wieder zu eröffnen – sowie den starken Anstieg der Wetten darauf, dass die Demokratische Partei am 3. November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernimmt. Ein solcher Machtwechsel könnte kurzfristig zu politischen Kurskorrekturen der Trump-Administration führen.

Die Details

Die HSBC-Strategen um Max Kettner sehen die aktuellen Sorgen der Anleger als übertrieben an. Drei Hauptthemen beherrschen derzeit die Diskussion an den Märkten: die US-Midterm-Wahlen, die Rückführung von Kapital durch japanische Investoren und das Überschwemmen des Anleihemarktes durch Hyperscaler – große Technologieunternehmen mit massivem Kapitalbedarf für Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Die Bank bewertet diese Risiken jedoch anders als der Markt. Statt einer Abkühlung erwarten die Strategen Gewinne in fast allen Anlageklassen. Als Treiber nennen sie verbesserte Nachrichten zum Ölfluss. Saudi-Arabien hegt demnach Hoffnungen, die Ost-West-Pipeline wieder zu eröffnen, was die Ölversorgung stabilisieren und die Preise entlasten könnte.

Zudem beobachten die HSBC-Experten einen starken Anstieg der Wetten darauf, dass die Demokratische Partei am 3. November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus übernimmt. Ein solcher Ausgang der Midterm-Wahlen könnte kurzfristig zu politischen Kurskorrekturen der Trump-Administration führen, was von den Märkten positiv aufgenommen werden dürfte.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 20. Juli 2026 berichtete aktien.news, dass HSBC auf aufkommende Warnsignale in ihrem Sentiment- und Positionierungs-Framework hingewiesen hatte. Auslöser war damals die Veröffentlichung des Kimi-K3-Modells des chinesischen KI-Unternehmens Moonshot, die eine weitere Verkaufswelle an den Märkten ausgelöst hatte. Die Bank ging jedoch bereits damals davon aus, dass die Auflösung von Momentum-Positionen ein idiosynkratisches Problem bleiben und sich nicht zu einem breiteren Risk-off-Umfeld ausweiten würde.

Am 27. Januar 2026 hatte die HSBC Investoren sogar zu einer deutlich offensiveren Anlagestrategie aufgerufen. Die britische Großbank empfahl damals eine nahezu maximale Übergewichtung bei Aktien und setzte gleichzeitig auf Hochzinsanleihen, Schwellenländeranleihen sowie Gold. Geopolitische Risiken spielten in der Einschätzung der Bank eine untergeordnete Rolle. Stattdessen konzentrierte sie sich auf die US-Zinssätze, die Zinsvolatilität und kurzfristige Wachstumserwartungen.

Am 14. September 2026 berichtete aktien.news, dass die globalen Finanzmärkte unter erheblichem Druck standen. Eine Kombination aus geopolitischen Krisen und historisch belegten saisonalen Schwächephasen sorgte für Verunsicherung. Besonders die Entwicklungen im Energiesektor und im Bereich der Künstlichen Intelligenz belasteten die Stimmung. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hatten die Sorgen um die globale Ölversorgung massiv verschärft.

Was das für Anleger bedeutet

Die aktuelle Einschätzung der HSBC fällt trotz der jüngsten Marktturbulenzen klar optimistisch aus. Die Bank sieht die dominierenden Ängste der Anleger als weitgehend unbegründet an und erwartet stattdessen Gewinne in fast allen Anlageklassen. Dies deckt sich mit der langfristig bullischen Haltung, die HSBC bereits seit Anfang 2026 verfolgt.

Für deutsche Privatanleger ist bemerkenswert, dass die HSBC-Strategen um Max Kettner nicht nur die Risiken relativieren, sondern konkrete positive Treffer benennen: die mögliche Wiedereröffnung der Ost-West-Pipeline durch Saudi-Arabien und einen möglichen politischen Kurswechsel nach den Midterm-Wahlen. Beide Faktoren könnten die Märkte kurzfristig beflügeln.

Gleichzeitig zeigt der Rückblick auf die Berichterstattung der vergangenen Monate, dass HSBC ihre optimistische Grundhaltung auch in Phasen der Marktverunsicherung beibehalten hat. Die Bank hatte bereits im Juli 2026 vor einer Überreaktion auf die damalige Verkaufswelle gewarnt und sich damit als verlässlicher Optimist positioniert.

Ausblick

Der nächste wichtige Termin für die Märkte ist der 3. November, an dem die US-Midterm-Wahlen stattfinden. Die HSBC-Strategen beobachten die steigenden Wetten auf einen Sieg der Demokratischen Partei bei der Kontrolle über das Repräsentantenhaus. Sollte dieser Fall eintreten, erwarten sie kurzfristige politische Kurskorrekturen der Trump-Administration.

Parallel dazu bleiben die Entwicklungen im Energiesektor im Fokus. Saudi-Arabiens Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der Ost-West-Pipeline könnten die Ölversorgung nachhaltig beeinflussen. Die HSBC rechnet mit verbesserten Meldungen zum Ölfluss, was die Märkte zusätzlich stützen dürfte.

Kurz erklärt

  • Midterm-Wahlen: Die in der Mitte einer US-Präsidentschaft stattfindenden Kongresswahlen, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatssätze neu vergeben werden.
  • Hyperscaler: Große Technologieunternehmen wie Amazon, Google oder <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, die massiv in Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur investieren und dadurch großen Einfluss auf die Kapitalmärkte haben.
  • Risk-off-Umfeld: Eine Marktphase, in der Anleger risikoarme Anlagen wie Staatsanleihen bevorzugen und Aktien sowie andere riskante Vermögenswerte meiden.
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