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Hedgefonds erleben Renaissance nach jahrelangem Tief

Nach einem Jahrzehnt der Underperformance feiern Hedgefonds ein spektakuläres Comeback. Mit der besten Performance seit 2015 und Rekordzuflüssen von 3,5 Billionen Dollar avancieren sie zur gefragtesten Anlageklasse bei institutionellen Investoren.

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Hedgefonds erleben Renaissance nach jahrelangem Tief

Die Hedgefonds-Branche erlebt eine bemerkenswerte Trendwende. Nach Jahren der Stagnation verzeichnen die alternativen Investmentvehikel 2025 die stärkste Performance seit über einem Jahrzehnt. Sowohl Aktienpicker als auch Anleihe- und Währungshändler melden außergewöhnliche Ergebnisse.

Institutionelle Investoren setzen auf Hedgefonds

Laut einer exklusiven Goldman Sachs-Umfrage unter 317 Fondsinvestoren planen 45 Prozent der institutionellen Anleger, ihr Hedgefonds-Engagement 2026 zu erhöhen. Dies markiert einen historischen Höchststand seit Beginn der Erhebung 2017 und entspricht einem Anstieg von 18 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Damit überflügeln Hedgefonds deutlich andere alternative Anlageklassen wie Private Equity, Private Credit und Venture Capital, die alle rückläufiges Interesse verzeichnen.

"Hedgefonds haben diese Pole-Position zurückerobert", erklärt Freddie Parker, Co-Leiter für Prime Insight and Analytics bei Goldman Sachs. "Alle Zahlen deuten auf eine sehr optimistische Entwicklung hin."

Rekordvermögen von 3,5 Billionen Dollar

Das verwaltete Vermögen in Hedgefonds-Vehikeln kletterte 2025 auf einen Rekordwert von rund 3,5 Billionen Dollar, ein deutlicher Anstieg gegenüber 3 Billionen Dollar im Vorjahr. Pensionsfonds, Stiftungen und andere institutionelle Kunden investierten laut dem Research-Unternehmen HFR mehr Geld in Hedgefonds als in jedem Jahr seit 2007.

Zu den erfolgreichen Managern zählen Rob Citrone, Miteigentümer der Pittsburgh Steelers, der Technologiespezialist Gavin Baker sowie der britische Milliardär Chris Hohn. Ihre Fonds erzielten im vergangenen Jahr überdurchschnittliche Renditen.

Ende des "Alpha-Winters"

Der Weg zurück an die Spitze war steinig. Während der 2010er Jahre kämpften Hedgefonds mit schwierigen Marktbedingungen: Nullzinsen, geringe Volatilität und hohe Korrelationen zwischen Aktien erschwerten die Generierung von Alpha. Hunderte Hedgefonds mussten schließen, die Zahl der Liquidierungen überstieg die der Neugründungen. JPMorgan bezeichnete diese Phase als "Alpha-Winter".

Günstige Marktbedingungen als Katalysator

Die aktuelle Renaissance der Hedgefonds wird durch veränderte Marktbedingungen begünstigt. Zinssätze über 2 Prozent, divergierende Geldpolitik weltweit sowie Phasen erhöhter Volatilität und Dispersion an den Aktienmärkten schaffen ideale Voraussetzungen für aktive Manager.

Dieser Wandel macht sich an der gesamten Wall Street bemerkbar: Banken melden Rekordgewinne aus ihrem Geschäft mit der Ausführung von Trades für Hedgefonds und der Kreditvergabe an diese Kunden. Die Branche scheint damit endgültig aus dem Schatten der passiven Indexfonds herausgetreten zu sein.

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