Großbritannien unterstützt Saudi-Arabien defensiv gegen Huthi-Rebellen
London sagt Riad defensive Luftbetankung zur Abwehr von Huthi-Angriffen zu.

Das Vereinigte Königreich hat der saudischen Armee defensive militärische Unterstützung im Kampf gegen die Huthi-Rebellen zugesagt. Das Königreich Saudi-Arabien leidet zunehmend unter Angriffen der von Iran unterstützten Milizen. Premierminister Andy Burnham bestätigte die Entscheidung auf dem Weg zur Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.
„Wir haben ein Ersuchen des Königreichs Saudi-Arabien um militärische Unterstützung erhalten. Nach Beratung durch den Verteidigungsminister und den Außenminister habe ich gestern Abend diesem Ersuchen um defensive Luftbetankung im Luft-Luft-Bereich zugestimmt“, erklärte Burnham gegenüber Reportern.
Die Unterstützung beschränkt sich demnach auf defensive Maßnahmen. Konkret geht es um die Luftbetankung von Kampfflugzeugen, die zur Abwehr von Angriffen der Huthi-Rebellen eingesetzt werden. Offensive Operationen sind von der britischen Zusage nicht umfasst.
Hintergrund der Eskalation
Die Huthi-Rebellen im Jemen werden seit Jahren vom Iran unterstützt und haben ihre Angriffsfähigkeiten in jüngster Zeit deutlich ausgebaut. Saudi-Arabien sieht sich zunehmend mit Drohnen- und Raketenangriffen konfrontiert, die auch zivile Infrastruktur treffen.
Die britische Regierung betont den defensiven Charakter der Hilfe. Die Entscheidung fiel nach eingehenden Beratungen zwischen Verteidigungsministerium und Außenministerium. Premierminister Burnham machte deutlich, dass es sich um eine Reaktion auf ein konkretes Ersuchen aus Riad handelt.
Internationale Dimension
Der Konflikt im Jemen hat weitreichende Auswirkungen auf die Stabilität der gesamten Region. Die Huthi-Milizen kontrollieren große Teile des Nordjemen und haben ihre Angriffsfähigkeiten durch iranische Waffenlieferungen erheblich gesteigert.
Großbritannien positioniert sich mit dieser Entscheidung als verlässlicher Partner Saudi-Arabiens in der Region. Die defensive Luftbetankung soll es der saudischen Luftwaffe ermöglichen, ihre Abwehrmaßnahmen gegen die Huthi-Angriffe effektiver zu gestalten.
Die Ankündigung erfolgte während Burnhams Reise zur UN-Generalversammlung, wo auch andere außenpolitische Themen auf der Agenda stehen. Die britische Regierung sieht in der Unterstützung einen Beitrag zur regionalen Sicherheit, ohne sich direkt in offensive Kampfhandlungen einzumischen.
Ausblick
Wie lange die britische Unterstützung andauern wird, ließ Burnham offen. Die Entscheidung unterliegt der fortlaufenden Überprüfung durch die beteiligten Ministerien. Beobachter rechnen damit, dass die Lage am Roten Meer und im Jemen auch auf der UN-Generalversammlung thematisiert wird.
