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Grok gewinnt Marktanteile: Musks KI-Chatbot trotz Kontroversen auf Wachstumskurs

Der KI-Chatbot erreicht 17,8% US-Marktanteil – trotz Kritik wegen sexualisierter Bilder und Management-Turbulenzen.

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Grok gewinnt Marktanteile: Musks KI-Chatbot trotz Kontroversen auf Wachstumskurs

Der KI-Chatbot Grok von Elon Musks Unternehmen xAI verzeichnet einen deutlichen Anstieg seiner Nutzerzahlen in den USA. Im Januar 2026 erreichte das Tool einen Marktanteil von 17,8 Prozent, wie Daten des Marktforschungsunternehmens Apptopia zeigen. Dies entspricht einem starken Wachstum gegenüber 14 Prozent im Dezember 2025 und nur 1,9 Prozent im Januar 2025.

Damit festigt Grok seine Position als drittmeistgenutzter Chatbot in den USA, hinter Marktführer ChatGPT von OpenAI und Google Gemini. ChatGPT verlor allerdings Marktanteile und fiel von 80,9 Prozent im Januar 2025 auf 52,9 Prozent im Januar 2026. Google Gemini konnte im gleichen Zeitraum von 17,3 auf 29,4 Prozent zulegen.

Das Wachstum ist ein positives Signal für xAI, das derzeit noch Verluste schreibt. Das vor etwa drei Jahren von Musk gegründete Startup investiert massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur, um im intensiven Wettbewerb des Silicon Valley bestehen zu können. Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund eines geplanten Börsengangs von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX, das xAI Anfang Februar übernommen hat.

Integration in X als Wachstumstreiber

Experten sehen die enge Verzahnung mit der Social-Media-Plattform X als Hauptgrund für den Erfolg. "Ich vermute, dass Cross-Promotion mit X der Hauptgrund für das Wachstum von Grok ist", erklärt Nate Elliott, Chefanalyst bei Emarketer. Grok ist prominent in der Navigationsleiste von X platziert und in verschiedene Premium-Abonnements der Plattform integriert.

Die Übernahme von xAI durch SpaceX bewertete das Raumfahrtunternehmen mit einer Billion US-Dollar und xAI mit 250 Milliarden Dollar, wie Reuters berichtete. Der Deal soll auch Musks Pläne unterstützen, KI-Rechenzentren im Weltraum zu etablieren.

Kontroversen um sexualisierte Bilder

Das Wachstum erfolgt trotz erheblicher Kritik an Grok. Im vergangenen Monat sorgte der Chatbot für weltweite Empörung, als er auf Nutzeranfragen mit KI-generierten, nahezu nackten Bildern realer Personen reagierte. Dies löste Untersuchungen aus. Während X angekündigte Beschränkungen für den Grok-Account auf der Plattform einführte, erstellt der Chatbot solche Bilder auf direkte Anfrage weiterhin, wie Reuters Anfang Februar feststellte.

Zudem gab es Management-Turbulenzen bei xAI. Am Mittwoch baute Musk die Führungsebene um, nachdem mehrere Mitbegründer das Unternehmen verlassen hatten. Von den ursprünglich zwölf Mitbegründern ist nur noch die Hälfte an Bord, was Fragen zur Stabilität des Startups aufwirft.

Ehrgeizige Wachstumsziele

Dennoch zeigt sich Musk optimistisch. Eine Führungskraft von xAI verkündete während einer Mitarbeiterversammlung, dass das Unternehmen in den letzten 30 Tagen sechs Milliarden Bilder generiert habe – sechsmal mehr als Googles vergleichbares Tool. X und xAI reagierten nicht auf Anfragen von Reuters zur Stellungnahme zu den aktuellen Entwicklungen.

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