ANZEIGE

Greenpeace deckt Milliarden-Goldschmuggel im Amazonas auf

Ein neuer Greenpeace-Bericht enthüllt, wie illegale Goldminen durch gefälschte Genehmigungen Milliarden in den legalen Markt schleusen.

•• 3 Min
Greenpeace deckt Milliarden-Goldschmuggel im Amazonas auf

Ein neuer Untersuchungsbericht von Greenpeace legt ein ausgeklügeltes Schlupfloch im brasilianischen Bergbaugenehmigungssystem offen. Illegale Akteure nutzen sogenannte „Geistergenehmigungen", um illegal abgebautes Gold aus dem Amazonas in die legale Lieferkette einzuschleusen. Trotz der erklärten Politik von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, den Wildcat-Bergbau seit seinem Amtsantritt 2023 zu bekämpfen, zeigt die Studie, dass kriminelle Netzwerke weiterhin erfolgreich operieren.

Im Zentrum des Betrugs stehen legitime Bergbaugenehmigungen der brasilianischen Bergbaubehörde ANM für Waldgebiete, in denen in Wirklichkeit keinerlei Abbauaktivitäten stattfinden. Greenpeace analysierte 187 genehmigte Waldgebiete in der Nähe von indigenen Territorien und Schutzgebieten – 98 dieser Standorte waren vollständig inaktiv.

Das „Geistergenehmigung"-System

Obwohl an diesen Standorten kein physischer Bergbau stattfand, wurden die zugehörigen Genehmigungen genutzt, um den Verkauf von 26,8 Tonnen Gold zwischen 2018 und März 2026 zu legitimieren. Der Gesamtwert dieses gewaschenen Goldes wird auf rund 3,88 Milliarden US-Dollar geschätzt. Indem Bergleute diese Genehmigungen mit Gold aus illegalen Abbaugebieten – etwa indigenen Territorien oder Schutzgebieten – verknüpfen, verschleiern sie die tatsächliche Herkunft des Metalls.

Um die Ergebnisse zu überprüfen, führten Journalisten von Reuters Luftaufklärungen über mehrere der im Greenpeace-Datensatz identifizierten Standorte durch. Die Ergebnisse waren eindeutig: Gebiete, für die Dokumente einen intensiven Tagebau auswiesen, waren tatsächlich leer. Gleichzeitig beobachteten die Journalisten aktive, großflächige illegale Bergbauoperationen in Schutzgebieten, die nur wenige Flugminuten von den „genehmigten" Standorten entfernt lagen.

Rekordhohe Goldpreise befeuern den illegalen Handel

Die anhaltende geopolitische Instabilität treibt den Goldpreis auf Rekordniveaus – und damit auch den finanziellen Anreiz für illegalen Bergbau. Dieser wirtschaftliche Druck führt dazu, dass Bergleute staatliche Maßnahmen durch immer kreativere Umgehungsstrategien kontern, wie das Geistergenehmigungssystem zeigt.

Für indigene Gemeinschaften sind die Folgen gravierend. Der Bericht hebt insbesondere die Auswirkungen auf das Volk der Kayapo im Bundesstaat Pará hervor. Quecksilber, das beim Goldabbau eingesetzt wird, kontaminiert Flusssysteme und vergiftet Fische, die als wichtige Nahrungsquelle dienen. Kayapo-Häuptling Megaron Txucarramae äußerte tiefe Frustration: „Ich weiß nicht, was noch nötig ist, um den illegalen Bergbau auf indigenem Land zu stoppen. Er zerstört das Land, verschmutzt die Flüsse, und die indigenen Menschen essen, ohne es zu wissen, vergiftete Fische."

ANM erkennt Befunde an – Kontrolle bleibt schwierig

Die brasilianische Bergbaubehörde ANM hat die Ergebnisse des Greenpeace-Berichts anerkannt und erklärt, die identifizierten Unregelmäßigkeiten zu untersuchen. Gleichzeitig verwies die Behörde auf die enormen logistischen Herausforderungen bei der Überwachung tausender Bergbaugenehmigungen in der weitläufigen und abgelegenen Amazonasregion. Kritiker argumentieren, dass genau diese Schwierigkeiten von kriminellen Netzwerken gezielt ausgenutzt werden.

Danicley Aguiar, Sprecher von Greenpeace Brasilien, betonte, dass der regulatorische Rahmen selbst das zentrale Problem darstellt: „Solange es möglich ist, Gold mithilfe von Bergbaugenehmigungen zu waschen, wird die Aktivität im Amazonas zunehmen."

Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus

Die brasilianische Bundespolizei beschlagnahmte im vergangenen Jahr einen Rekord von 447 Kilogramm illegal abgebautem Gold. Dennoch kommt der Greenpeace-Bericht zu dem Schluss, dass diese Maßnahmen die strukturellen Schlupflöcher im Genehmigungssystem bislang nicht schließen konnten. Das Zusammenspiel aus hohen Goldpreisen, ausgefeilten Geldwäschetechniken und den logistischen Schwierigkeiten bei der Überwachung des Amazonas stellt Behörden vor eine komplexe Herausforderung.

Der Druck auf die ANM, ihre Aufsichtsverfahren zu reformieren und das Geistergenehmigungssystem zu schließen, dürfte angesichts der steigenden ökologischen und humanitären Kosten des illegalen Goldhandels weiter zunehmen.

Illegaler Goldabbau AmazonasGreenpeace Bericht BrasilienGeistergenehmigungen GoldGoldschmuggel BrasilienAnm BergbaubehördeIndigene Völker AmazonasGoldpreis Rekord

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. BASF im Umbruch: Evonik-Übernahme und EU-Batterie-Regeln
  5. Iran erhält offizielle US-Antwort auf Friedensvorschlag

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.