Goldpreise stagnieren vor Fed-Entscheidung
Investoren blicken auf Zinspolitik und wirtschaftliche Projektionen für 2025

Die Goldpreise zeigten am Mittwoch nur minimale Veränderungen, da die Investoren vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve vorsichtig agierten. Diese Entscheidung wird auch Hinweise auf den wirtschaftlichen Ausblick für das kommende Jahr geben. Der Spotpreis für Gold stieg bis 11:17 GMT um 0,1 % auf 2.648,94 US-Dollar pro Unze, während die US-Gold-Futures ebenfalls um 0,1 % auf 2.665,00 US-Dollar zulegten.
Analysten beobachten insbesondere die aktualisierten wirtschaftlichen Projektionen der Federal Reserve für das Jahr 2025, die gemeinsam mit der Zinsentscheidung bekannt gegeben werden. Laut dem FedWatch-Tool der CME liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte in dieser Sitzung bei 95,4 %. Für Januar beträgt die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Senkung jedoch nur 16,3 %. Eine hawkishe Interpretation der Projektionen könnte den US-Dollar stärken, was Gold für Käufer in anderen Währungen teurer machen würde.
Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich auch auf makroökonomische Daten, die im weiteren Verlauf der Woche veröffentlicht werden. Dazu zählen am Donnerstag das US-Bruttoinlandsprodukt sowie Inflationsdaten. Beide könnten die Nachfrage nach Gold beeinflussen. Zudem stehen die geldpolitischen Entscheidungen anderer Zentralbanken wie der Bank of Japan, der Bank of England, der Riksbank und der Norges Bank im Fokus.
Neben Gold gerieten auch andere Edelmetalle unter Beobachtung. Spot-Silber fiel um 0,4 % auf 30,42 US-Dollar pro Unze, Platin sank um 0,6 % auf 933,28 US-Dollar und Palladium verzeichnete einen Rückgang von 0,4 % auf 930,83 US-Dollar. UBS äußerte in einer Notiz die Erwartung, dass Gold seine Gewinne im Jahr 2025 ausbauen wird. Zentralbanken dürften weiterhin Goldreserven diversifizieren, und die Nachfrage von Investoren nach Absicherungen werde voraussichtlich steigen, was zu weiteren Zuflüssen in goldbasierte ETFs führen könnte.
Die Aktienmärkte zeigten unterdessen eine schwächere Entwicklung. Der Dow Jones verlor 0,6 %, der S&P 500 gab 0,4 % nach, und der Nasdaq fiel um 0,3 %. Analysten beobachten mit Spannung, wie sich die kommenden Entscheidungen und wirtschaftlichen Daten auf die Märkte auswirken werden.
