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Asiatische Börsen verlieren weiter an Schwung

Autoaktien profitieren von Fusionsgerüchten, Japans Handelsdefizit schrumpft deutlich

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Asiatische Börsen verlieren weiter an Schwung

Die asiatischen Börsen verzeichneten zur Wochenmitte deutliche Verluste und näherten sich ihren Tiefständen der vergangenen zwei Wochen. In China belasteten anhaltende Sorgen um eine schwache Konjunkturerholung die Märkte. Trotz dieser Herausforderungen legte der Shanghai-Composite-Index um 0,7 Prozent auf 3386 Punkte zu, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,5 Prozent auf 3942 Punkte stieg. Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Immobilien und Technologie standen dabei unter Druck.

In Tokio gab der Nikkei-Index, der 225 Unternehmen umfasst, um 0,4 Prozent nach und erreichte 39.205 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index zeigte sich nahezu unverändert bei 2728 Punkten, da Verluste im Technologiesektor die Entwicklung bremsten. Ein starker Fokus lag jedoch auf dem Automobilsektor, der von Berichten über eine mögliche Fusion zwischen Honda und Nissan profitierte. Diese Nachrichten führten zu einem deutlichen Kursanstieg bei Automobilwerten. Die Aktie von Nissan verzeichnete einen sprunghaften Anstieg um 22 Prozent, während Honda um 2,3 Prozent zulegte. Auch andere Hersteller wie Mitsubishi mit einem Plus von 13 Prozent und Mazda mit 3,86 Prozent konnten von der Entwicklung profitieren.

Experten sehen in der Annäherung von Honda und Nissan ein Signal für mögliche weitere Konsolidierungen in der Branche. „Der Markt hat nicht damit gerechnet, dass sich Nissan und Honda so schnell annähern. Die Investoren erwarten nun, dass auch weniger wettbewerbsfähige Autohersteller wie Mazda zu Übernahmezielen werden“, kommentierte Fumio Matsumoto vom Finanzdienstleister Okasan Securities.

Neben der Börsenentwicklung standen neue Konjunkturdaten aus Japan im Fokus der Anleger. Das Handelsdefizit des Landes schrumpfte im November dank gestiegener Exporte im Halbleitersektor deutlich. Vorläufigen Angaben der Regierung zufolge verringerte sich der Fehlbetrag im Vergleich zum Vorjahresmonat um 85,5 Prozent auf 117,6 Milliarden Yen, was umgerechnet etwa 730 Millionen Euro entspricht.

Die Exporte Japans stiegen um 3,8 Prozent auf 9,1 Billionen Yen, beflügelt durch eine hohe Nachfrage nach Ausrüstung für die Chipherstellung in Taiwan. Im Gegenzug sanken die Importe um 3,8 Prozent auf 9,3 Billionen Yen, was vor allem auf eine geringere Nachfrage nach Heizöl aufgrund ungewöhnlich warmer Wetterbedingungen zurückzuführen war.

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