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Goldman Sachs fordert klare Krypto-Regulierung in den USA

CEO David Solomon betont Notwendigkeit eines regelbasierten Systems für digitale Vermögenswerte

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Goldman Sachs fordert klare Krypto-Regulierung in den USA

Goldman Sachs-Chef David Solomon hat sich für eine umfassende Regulierung des Kryptomarktes in den Vereinigten Staaten ausgesprochen. Es sei "sehr, sehr wichtig, dass wir ein regelbasiertes System kodifizieren", erklärte der CEO am Mittwoch. Damit schließt er sich der Position von US-Finanzminister Scott Bessent an, der den sogenannten CLARITY Act unterstützt.

Der Gesetzentwurf soll erstmals eine nationale Regulierungsstruktur für Kryptowährungen und damit verbundene Finanzinstrumente schaffen. Ein Senatsausschuss hatte das Gesetz bereits vorangetrieben, doch die Verabschiedung stockt derzeit. Streitpunkt sind mögliche Belohnungszahlungen auf Stablecoins, die Krypto-Unternehmen ihren Kunden anbieten könnten.

Traditionelle Banken lehnen solche Vergütungen ab, da sie in direkter Konkurrenz zu ihren Zinszahlungen auf Einlagenkonten stehen würden. Der republikanische Senator Bernie Moreno aus Ohio äußerte zwar "einige Bedenken" zum Gesetzentwurf, zeigte sich aber optimistisch, dass dieser bis April vom Kongress verabschiedet und von Präsident Donald Trump unterzeichnet werden könnte.

Goldmans vorsichtige Positionierung

Trotz seines Plädoyers für klare Regeln betonte Solomon, dass Krypto-Geschäfte für Goldman Sachs nicht im Zentrum der Geschäftstätigkeit stehen. "Diese Arten von Vermögenswerten machen nach wie vor nur einen geringen Prozentsatz" des Geschäfts aus, erklärte der CEO. Dennoch sei man "äußerst interessiert" an krypto-bezogenen Aktivitäten.

Coinbase-CEO Brian Armstrong sieht in der geplanten Regulierung eine Chance für alle Beteiligten. Es gebe nun "einen Weg nach vorne, auf dem wir ein Win-Win-Win-Ergebnis erzielen können", sagte Armstrong. Die Regelung könne der Krypto-Industrie, den Banken und den amerikanischen Verbrauchern gleichermaßen zugutekommen.

Politischer Zeitdruck vor Zwischenwahlen

Die Republikaner drängen auf eine zügige Verabschiedung des Gesetzes vor den Zwischenwahlen im November. Die Partei befürchtet, bei den Wahlen die Kontrolle über das Repräsentantenhaus zu verlieren. Eine Verzögerung könnte die Verabschiedung des CLARITY Act gefährden, sollten die Demokraten die Mehrheit zurückgewinnen.

Derweil zeigt sich am Beispiel El Salvador, welche Risiken mit staatlichen Bitcoin-Investitionen verbunden sind. Das zentralamerikanische Land kauft seit 2022 Bitcoin und musste aufgrund des Kursrückgangs erhebliche Verluste hinnehmen. Der Wert der salvadorianischen Bitcoin-Bestände fiel von einem Höchststand von 800 Millionen Dollar auf aktuell rund 500 Millionen Dollar.

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