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Gold schwächer nach Zinskommentaren der US-Notenbank

Fester Dollar und geringere Zinssenkungserwartungen bremsen den Aufwärtstrend des Edelmetalls

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Gold schwächer nach Zinskommentaren der US-Notenbank

Die Goldpreise gaben am Freitag leicht nach, da der US-Dollar angesichts anhaltender Unsicherheiten über weitere Zinsschritte der US-Notenbank an Stärke gewann. Dennoch verzeichnete das Edelmetall den dritten monatlichen Anstieg in Folge. Der Spotpreis für Gold fiel um 0,3 % auf 4.011,60 US-Dollar je Feinunze, während der Preis für Dezember-Futures um 0,1 % auf 4.021,20 US-Dollar stieg. Seit Monatsbeginn hat Gold damit rund 4 % zugelegt.

Marktanalysten führen die aktuelle Schwäche auf eine vorsichtigere Haltung der Federal Reserve zurück. „Der Fed-Vorsitzende zeigte sich in dieser Woche deutlich restriktiver, was Gold nicht zugutekam“, erklärte Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM Trade. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Dezember sei inzwischen deutlich gesunken, was den Dollar stütze und Gold aus Renditesicht weniger attraktiv mache.

Der US-Dollar-Index blieb in der Nähe seines höchsten Standes seit drei Monaten und verteuerte damit Gold für Käufer aus anderen Währungsräumen. Am Mittwoch hatte die Federal Reserve die Leitzinsen um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % gesenkt – die zweite Reduzierung in diesem Jahr. Nach den jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell gehen Händler nun jedoch von einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer weiteren Senkung im Dezember aus. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group liegt diese derzeit bei 74,8 %, nachdem sie eine Woche zuvor noch bei 91,1 % gelegen hatte.

Auch geopolitische Faktoren beeinflussten den Markt. US-Präsident Donald Trump kündigte an, Zölle auf chinesische Waren zu reduzieren, nachdem sich Peking bereit erklärt hatte, stärker gegen den illegalen Handel mit Fentanyl vorzugehen, den Kauf von US-Sojabohnen wieder aufzunehmen und die Ausfuhr seltener Erden fortzusetzen.

In Indien wurde Gold erstmals seit sieben Wochen wieder mit einem Preisnachlass gehandelt, was auf eine geringere Nachfrage nach den jüngsten Festlichkeiten hinweist. In anderen asiatischen Märkten führte der Preisrückgang hingegen zu einer Belebung der Handelsaktivitäten. Unter den übrigen Edelmetallen stieg der Silberpreis um 0,4 % auf 49,10 US-Dollar je Unze, Platin legte um 0,6 % auf 1.621,60 US-Dollar zu und Palladium gewann 1,2 % auf 1.462,43 US-Dollar.

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