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Ghana in der Wirtschaftskrise

Wie die Wirtschaftskrise Ghana belastet und die Zukunft des Landes gefährdet

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Ghana in der Wirtschaftskrise

Ghana, das einst als aufstrebende Wirtschaftsmacht galt, steckt in einer tiefen Krise. Die Staatseinnahmen versickern im Schuldendienst, Investitionen bleiben aus, und die Inflation steigt. Die Auswirkungen spürt die Bevölkerung, die sich kaum noch die Grundbedürfnisse leisten kann. Die Preise für Lebensmittel wie Reis oder Eier sind explodiert, während die Einkommen stagnieren. Auch der Schulbesuch ist für viele Kinder und Jugendliche unerschwinglich geworden. Der Grund für die Krise liegt in einer verfehlten Wirtschaftspolitik und zu vielen unfinanzierbaren Wahlversprechen.

Ein Beispiel für die fehlende Umsetzung von geplanten Projekten ist die Reisproduktion. Ursprünglich war geplant, 30 Prozent des konsumierten Reises selbst zu produzieren. Stattdessen wird weiterhin importiert, obwohl die Möglichkeit besteht, das Getreide selbst anzubauen. Auch Fruchtsäfte und Tomaten werden importiert, obwohl das Land genug Potenzial hat, um selbstständig zu sein. Die Regierung hat in den letzten Jahren zu viele Kredite im öffentlichen Sektor aufgenommen, was dazu führt, dass es für investitionswillige Unternehmen kaum Kredite zu akzeptablen Bedingungen gibt.

Die Situation verschärft sich noch durch die Covid-Pandemie und den Ukraine-Konflikt, die die Wirtschaft zusätzlich belasten. Neue Investitionen sind in der jetzigen Situation schwer zu stemmen. Der angeschlagene Finanzsektor hat keine Mittel mehr, um Investoren zu unterstützen. Der Staat steht bei den Schuldnern mit fast 50 Milliarden Dollar in der Kreide, was fast 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmacht. Die Lage ist vor allem für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen schwierig, von denen jeder Dritte als "arbeitslos" gilt.

Eine revolutionäre Umsturzstimmung kommt trotzdem nicht auf, da das Stimmungsbild unter den vielen Stämmen und ethnischen Gruppen des Landes nicht einheitlich ist. Allerdings könnte die wirtschaftliche Lage Instabilität verursachen, so dass die für Dezember 2024 geplanten Wahlen vorgezogen werden müssten. Das könnte für die Bevölkerung zu einem weiteren teuren Posten auf der Ausgabenliste werden. Das Land benötigt dringend eine Änderung in der Wirtschaftspolitik und mehr Zurückhaltung bei den Ausgaben, um langfristig aus der Krise zu kommen.

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