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FTSE 100: Ex-Dividenden-Termine im Oktober 2026 im Überblick

13 Werte aus dem FTSE 100 gehen im Oktober ex Dividende – angeführt von British American Tobacco mit 5,8 % Rendite.

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FTSE 100: Ex-Dividenden-Termine im Oktober 2026 im Überblick

Im Oktober 2026 verlieren 13 Unternehmen aus dem britischen Leitindex FTSE 100 ihren Anspruch auf die nächste Dividendenzahlung. Nach Angaben von Graeme Evans von interactive investor machen diese Werte zusammen etwa 9,5 % der Indexgewichtung aus. Angeführt wird die Liste von British American Tobacco (LSE:BATS), dem Tabakkonzern mit einer jährlichen Dividendenrendite von 5,8 %.

Wer als Anleger Anspruch auf die anstehende Ausschüttung erhalten will, muss die Aktie vor dem jeweiligen Ex-Dividenden-Tag kaufen. Der Stichtag ist der erste Handelstag, an dem ein Wertpapier ohne das Recht auf die jüngste Dividende gehandelt wird. Einkommensorientierte Anleger beobachten diese Termine besonders genau, weil sie ihre Käufe timen können, bevor renditestärkere Aktien das Recht auf die letzte Zahlung verlieren.

Umgekehrt können Anleger, die eher auf Kapitalgewinn als auf laufende Erträge setzen, bewusst bis zum Ex-Dividenden-Datum warten. Die Erwartung dahinter: Bei ansonsten gleichen Bedingungen macht der Verlust des Dividendenanspruchs den Kauf der Aktien günstiger. Evans veröffentlichte die Übersicht am 29. September 2026.

Die Details

Bei British American Tobacco ist der Ex-Dividenden-Tag Donnerstag, der 1. Oktober 2026. Der Konzern zahlt für das dritte Quartal 61,26 Pence je Aktie aus. Aktionäre, die sich vor dem Donnerstag im Register befinden, können erwarten, ihre Zahlung am 6. November zu erhalten. BAT-Aktien eröffneten in der Woche vor dem Bericht bei 4.180 Pence, woraus sich ein potenzieller negativer Effekt von etwa 1,47 % ergibt, wenn der Tabakkonzern als ex-dividend gekennzeichnet wird.

Den zweitgrößten Effekt weist Diageo (LSE:DGE) mit 1,38 % auf. Der Spirituosenkonzern plant, am 3. Dezember 30 US-Cent (22,66 Pence) je Aktie auszuschütten. Die Rendite ist auf 2,3 % gefallen, nachdem der Vorstand die Dividende von zuvor 62,98 US-Cent je Aktie des Vorjahres neu bewertet hat, um die Bilanz zu stärken. Diageos Ex-Dividenden-Datum ist Donnerstag, der 15. Oktober – am selben Tag wie bei Smiths Group (LSE:SMIN). Das industrielle Konglomerat schüttet eine volle Jahresdividende von 33,5 Pence je Aktie aus, was einem Effekt von etwa 1,2 % entspricht.

Weitere Werte mit einem Dividenden-Effekt von mehr als 1 % sind Smith & Nephew (LSE:SN.) am 1. Oktober und Kingfisher (LSE:KGF) am 8. Oktober. Die zum B&Q-Eigentümer gehörende DIY-Kette bietet eine Dividendenrendite von 3,8 % und will am 13. November eine Zwischendividende von 3,8 Pence je Aktie ausschütten. Kingfisher gehört damit neben British American Tobacco zu den renditestärksten Namen der Oktober-Liste.

Bei BAE Systems (LSE:BA.) liegt der Effekt des Ex-Dividenden-Datums am 22. Oktober bei etwa 0,75 %. Der Rüstungskonzern plant, eine Halbjahresdividende von 15 Pence am 2. Dezember zu zahlen. Die Aktien weisen eine Dividendenrendite von 2,0 % auf und machen etwa 2,1 % des FTSE-100-Index nach Gewicht aus.

Auch Barratt Redrow (LSE:BTRW) steht auf der Liste: Die nominale Dividende von 1 Pence je Aktie, die der Hausbauer in jüngsten Ergebnissen zum vollen Geschäftsjahr bekannt gab, wird am 8. Oktober als ex-dividend gekennzeichnet. Die prognostizierte Rendite ist auf 0,3 % gesunken, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass der Großteil seiner 400 Millionen Pfund an Kapitalrückflüssen durch Aktienrückkäufe erfolgen würde.

Games Workshop Group (LSE:GAW) schüttet Dividenden nach eigener Darstellung nur aus „wirklich überschüssigem“ Cash aus. Angesichts des anhaltend starken Geschäfts führt das dazu, dass das Unternehmen am 27. November 70 Pence je Aktie ausschüttet. Die neueste Ausschüttung wird am 22. Oktober als ex-dividend gekennzeichnet und erhöht die insgesamt bisher im Geschäftsjahr 2026/27 bekannt gegebene Summe auf 300 Pence – verglichen mit 225 Pence im Vorjahr. Die Aktien weisen eine Rendite von 3 % auf.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 9. Mai 2026 berichtete aktien.news, dass im Mai 2026 insgesamt 17 Unternehmen des FTSE 100 ihren Dividendenanspruch verlieren und zusammen rund 19 % der Indexgewichtung ausmachen. Wichtigster Ex-Dividenden-Tag war damals der 14. Mai 2026, an dem mit dem Ölkonzern BP, dem Konsumgüterriesen Unilever und dem Pharmahersteller GSK gleich drei Indexschwergewichte ex Dividende gingen und zusammen mehr als 10 % der FTSE-100-Gewichtung stellten.

Am 5. August 2026 berichtete aktien.news über die Ex-Dividenden-Termine im August. Zu den bekanntesten Unternehmen, die in jenem Monat ex Dividende gehandelt wurden, zählten Legal & General Group (LSE: LGEN), BT Group (LSE: BT.A), Glencore (LSE: GLEN) sowie NatWest Group (LSE: NWG). Damals wie heute galt: Wer die Aktie erst am oder nach dem Ex-Dividenden-Tag kauft, erhält die anstehende Ausschüttung nicht mehr.

Bereits am 30. Juli 2026 hatte aktien.news darauf hingewiesen, dass der August als schwächster Dividendenmonat im FTSE 100 gilt. In diesem Bericht war von mehr als 50 Milliarden Pfund die Rede, die im laufenden Jahr von Blue-Chip-Aktien an Anleger ausgeschüttet wurden. British American Tobacco wurde in diesem Zusammenhang als eines der sogenannten Dividenden-Urgesteine des FTSE 100 hervorgehoben.

Erst am 24. September 2026 berichtete aktien.news über die Analyse von Robert Stephens von interactive investor vom 23. September 2026. Darin argumentierte Stephens, dass der FTSE 100 in den vergangenen fünf Jahren um 52 % zugelegt habe, mehrere seiner Mitglieder aber weiterhin stark diskontierte Marktbewertungen aufwiesen. Solche breiten Sicherheitsmargen könnten attraktiv sein – nicht nur wegen des Spielraums für eine Neubewertung nach oben, sondern auch wegen der relativen Stabilität, die ein niedriger Gewinnmultiplikator in einem zunehmend unsicheren wirtschaftlichen Umfeld bietet.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger, die in britische Blue Chips investiert sind oder dies planen, sind die Ex-Dividenden-Termine ein wichtiger Planungsfaktor. Wer die Ausschüttung erhalten möchte, muss die Aktie vor dem jeweiligen Stichtag im Depot halten; ein Kauf am oder nach dem Ex-Dividenden-Tag führt dazu, dass die anstehende Zahlung nicht mehr ausgezahlt wird. Unter anderem aus steuerlichen Gründen kann es zudem sinnvoll sein, auf Ex-Dividenden-Daten zu achten, wenn ein Anleger kein Einkommen beziehen möchte.

Zugleich warnen die Autoren ausdrücklich vor einem zu engen Timing. Märkte können volatil sein, und wer seine Trades an bestimmten Terminen im Kalender ausrichtet, geht das Risiko ein, dass sich der Aktienkurs gegen ihn bewegt. Die genannten Effekte von 0,3 % bis 1,47 % sind rechnerische Größen und keine Zusage über den tatsächlichen Kursverlauf.

Die Angaben stammen von interactive investor und ShareScope. Die Daten- und Dividendenumrechnungen von US-Dollar und Euro in Pfund Sterling erfolgten zum am 29. September 2026 gültigen Wechselkurs, die indikativen Indexgewichtungsdaten des FTSE 100 beziehen sich auf den Schlussstand am 30. Juni 2026. Der Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als persönliche Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments oder zur Übernahme einer bestimmten Anlagestrategie gedacht.

Ausblick

Nach dem Oktober folgen weitere Zahlungstermine, die im Quelltext bereits benannt sind: British American Tobacco schüttet am 6. November aus, Kingfisher am 13. November, Games Workshop am 27. November und BAE Systems am 2. Dezember. Diageo zahlt am 3. Dezember. Für das Geschäftsjahr 2026/27 hat Games Workshop bislang Ausschüttungen von insgesamt 300 Pence je Aktie bekannt gegeben, nach 225 Pence im Vorjahr.

Kurz erklärt

  • Ex-Dividende: Handelstag, ab dem eine Aktie ohne das Recht auf die zuletzt beschlossene Ausschüttung gehandelt wird.
  • Dividendenrendite: Verhältnis der jährlichen Ausschüttung je Aktie zum aktuellen Aktienkurs.
  • Aktienrückkauf: Rückkauf eigener Anteile durch ein Unternehmen als Alternative zur Bardividende.
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