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FTSE 100 erreicht längste Gewinnsträhne seit zwölf Jahren

Britischer Leitindex steigt im Januar zum achten Mal in Folge – Banken treiben Rally

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FTSE 100 erreicht längste Gewinnsträhne seit zwölf Jahren

Der britische Leitindex FTSE 100 steuert auf seine längste monatliche Gewinnserie seit über zwölf Jahren zu. Am Freitag legte der Index um 0,3 Prozent zu und erreichte damit den achten aufeinanderfolgenden Monatsgewinn. Auch auf Wochensicht zeichnete sich ein Plus ab, nachdem der Index in der Vorwoche noch Verluste verzeichnet hatte.

Der binnenmarktorientierte FTSE 250 notierte am Freitag unverändert, war aber ebenfalls auf Kurs, sowohl die Woche als auch den Monat im positiven Terrain zu beenden. Besonders stark entwickelte sich der Bankensektor, der in dieser Woche um 3,5 Prozent und im Monatsverlauf um rund 5,3 Prozent zulegen konnte.

Am Freitag stiegen Bankaktien um 1,2 Prozent, angeführt von Lloyds mit einem Plus von 2 Prozent und Investec mit 1,4 Prozent Zuwachs. An der Spitze des FTSE 100 stand das Kreditanalyseunternehmen Experian mit einem Kurssprung von 3,7 Prozent, nachdem es ein neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von einer Milliarde Dollar angekündigt hatte.

Edelmetallwerte unter Druck

Verlierer des Tages waren die Edelmetallproduzenten, die um 4,4 Prozent einbrachen. Gold verlor über 4 Prozent an Wert, nachdem US-Präsident Donald Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank nominiert hatte. Warsh gilt als Befürworter einer restriktiveren Geldpolitik. Der Subindex der Edelmetallproduzenten hatte im Januar allerdings bereits rund 20 Prozent zugelegt. Auch die Industriemetall-Minenbetreiber gaben am Freitag um 2,5 Prozent nach.

Geopolitische Spannungen belasten

Geopolitische Spannungen zwischen den USA und Großbritannien traten wieder in den Vordergrund. Trump warnte, es sei "gefährlich" für Großbritannien, die Geschäftsbeziehungen mit Peking zu vertiefen. Dies geschah zeitgleich mit dem Besuch des britischen Premierministers Keir Starmer in China, der die wirtschaftlichen Vorteile einer Neuausrichtung der Beziehungen zwischen beiden Ländern lobte.

An der Wirtschaftsfront zeigte eine Lloyds-Umfrage ein gemischtes Bild: Das britische Geschäftsvertrauen schwächte sich im Januar ab, da der globale Wirtschaftsoptimismus auf ein Einjahrestief sank. Gleichzeitig wurden die Unternehmen optimistischer hinsichtlich ihrer eigenen Aktivitäten und ihrer Einstellungspläne.

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