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FT Business Book Award 2026: KI dominiert die Shortlist

Drei von sechs Finalisten des renommierten FT-Buchpreises beschäftigen sich mit den Risiken und Chancen künstlicher Intelligenz.

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FT Business Book Award 2026: KI dominiert die Shortlist

Die Shortlist des Financial Times and Standard Chartered Business Book of the Year Award 2026 steht fest – und sie spiegelt die drängendsten Themen unserer Zeit wider. FT-Chefredakteurin Roula Khalaf gab die sechs Finalisten am 6. Oktober bekannt. Drei der nominierten Bücher befassen sich direkt mit künstlicher Intelligenz – als leistungsstarkes Allzweckwerkzeug, als Waffe und als algorithmische Prognosemaschine.

Khalaf lobte die „beeindruckende Breite und Tiefe" des Teilnehmerfeldes. „Die Autoren graben tief, stellen die großen Fragen und liefern fesselnde Einblicke in Wirtschaft, Führung und den Umgang mit Unsicherheit", sagte sie. Neben KI-Themen umfasst die Liste auch Bücher über die Revolution der Abnehmmedikamente, die Schäden der fossilen Brennstoffindustrie sowie Lehren aus der ersten globalen Finanzkrise.

Die sechs Finalisten im Überblick

Die nominierten Werke decken ein breites thematisches Spektrum ab:

1873: The First Great Depression and the Making of the Modern World

von Liaquat Ahamed (Preisträger 2009) – eine Analyse eines globalen Wendepunkts mit Parallelen zu heutigen geoökonomischen Spannungen. -

Off the Scales: The Inside Story of Ozempic and the Race to Cure Obesity

von Aimee Donnellan – eine Untersuchung der Entdeckung von GLP-1-Präparaten und der Entwicklung des Abnehmmedikaments Ozempic durch Novo Nordisk. -

The Infinity Machine: Demis Hassabis, DeepMind and the Quest for Superintelligence

von Sebastian Mallaby (Preisträger 2016) – basierend auf Interviews mit dem DeepMind-Mitgründer beleuchtet das Buch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von KI. -

Project Maven: A Marine Colonel, His Team, and the Dawn of AI Warfare

von Katrina Manson – die Geschichte eines geheimen Pentagon-Plans, KI mit Hilfe des Silicon Valley auf das Schlachtfeld zu bringen. -

Blood Will Flow: The Murderous Business of Oil and Gas

von Alex Perry – nutzt eine Untersuchung eines islamistischen Anschlags in Mosambik, um die gefährlichen Folgen der Öl- und Gasexploration zu beleuchten. -

Prophecy: Prediction, Power and the Fight for the Future, from Ancient Oracles to AI

von Carissa Véliz – deckt die menschliche Besessenheit von Prognosen und deren Auswirkungen auf Branchen von der Versicherung bis zur Technologie auf.

Bemerkenswert ist, dass mit Liaquat Ahamed und Sebastian Mallaby gleich zwei ehemalige Preisträger auf der diesjährigen Shortlist vertreten sind. Das unterstreicht die literarische Qualität des Wettbewerbs, der nun in seiner 22. Ausgabe stattfindet.

Technologie dominiert den FT-Buchpreis seit Jahren

Der Trend zur Technologie ist kein Zufall: Fünf der letzten sechs FT-Awards gingen an Bücher über Technologie. Im vergangenen Jahr gewann „The Thinking Machine" von Stephen Witt, eine Untersuchung des Aufstiegs des Chipherstellers Nvidia und seines Vorstandsvorsitzenden Jensen Huang. Die Gewinnerin des Jahres 2024 war Parmy Olsons „Supremacy" über die Rivalität zwischen KI-Pionieren.

Der Preis ist für den Autor des Siegerbuches mit 30.000 Britischen Pfund dotiert. Jeder der übrigen Finalisten auf der Shortlist erhält 10.000 Britische Pfund. Der Award wird am 2. Dezember in London verliehen – gemeinsam mit dem Bracken Prize for Young Authors. Unterstützt wird der Preis neben Standard Chartered auch vom FT-Eigentümer Nikkei.

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