ANZEIGE

Freeport setzt auf chemische Lösung für Kupferlaugungsziel

Der weltgrößte börsennotierte Kupferproduzent will mit einer neuen Chemikalie 800 Millionen Pfund Kupfer pro Jahr aus Abraumgestein gewinnen.

•• 3 Min
Freeport setzt auf chemische Lösung für Kupferlaugungsziel

LONDON – Freeport-McMoRan setzt auf eine neue chemische Verbindung, um ein ehrgeiziges Ziel zu erreichen: die Förderung von 800 Millionen Pfund Kupfer aus Abraumgestein pro Jahr. Damit soll die Produktion über traditionelle Minen hinaus ausgeweitet werden, um der stark steigenden globalen Nachfrage gerecht zu werden. Das weltweit größte börsennotierte Kupferproduzentenunternehmen hat in den vergangenen drei Jahren mit einem Team aus Chemikern Dutzende von chemischen Mischungen getestet, in der Hoffnung, die Menge an Kupfer zu steigern, die es aus Halden mit Bergbauabfällen (Tailings) extrahiert oder laugt.

Diese Halden enthalten mehr als 40 Milliarden Pfund Kupfer. Das Laugen stellt für das Unternehmen eine potenziell lukrative Chance dar, da es etwa ein Drittel günstiger ist als der Abbau im Felsbergbau, keine neuen Genehmigungen oder Schmelzöfen erfordert und Kupfer aus Gesteinshaufen gewinnt, die einst als wertlos galten. Für deutsche Anleger ist das ein interessanter Ansatz: Statt teurer neuer Minenprojekte wird vorhandenes Material aufbereitet – ein Kostenhebel, der die Margen stärken kann, sofern die Technik funktioniert.

Doch obwohl das in Phoenix ansässige Unternehmen Freeport bereits seit mindestens 2022 laugt, konnte bisher nur etwa 30 Prozent des angestrebten Kupfers erreicht werden. Dies bedeutet, dass das Ziel des Unternehmens, jährlich so schnell wie möglich bis 2030 800 Millionen Pfund Kupfer zu laugen, möglicherweise verzögert wird, auch wenn man das Ziel innerhalb weniger Jahre erreichen will.

Neue Verbindung könnte Extraktionsraten steigern

Freeports Chemiker haben eine neue Verbindung entwickelt, die die Rückgewinnungsrate bei Kombination mit Wärme um mindestens den Faktor drei erhöhen könnte, falls die Feldtests später in diesem Jahr den Erwartungen entsprechen. Das erklärte CEO Kathleen Quirk gegenüber Reuters. „Unser Fokus lag darauf, Technologie und Innovation einzusetzen, um mehr Kupfer aus dem zu gewinnen, was wir bereits besitzen“, sagte Quirk vor der LME Week-Konferenz in London, einer der größten jährlichen Zusammenkünfte von Führungskräften aus der Bergbauindustrie. „Wir werden im Laufe des Jahres 2027 einen besseren Überblick über den Zeitplan bekommen.“

Freeport hat im vergangenen Jahr 214 Millionen Pfund Kupfer gelaugt – eine Menge, die zwar den rückläufigen Produktionsrückgang in den Minen ausgeglichen hat, aber nicht ausreichte, um von den Investoren voll gewürdigt zu werden, räumte Quirk ein. „Solange wir nicht nachweisen können, dass wir die Produktion mit diesen Initiativen steigern können, wird Wall Street etwas skeptisch bleiben“, sagte sie. Das zeigt, wie hoch die Beweislast für den Konzern ist: Erst belastbare Ergebnisse dürften die Aktie nachhaltig stützen.

Freeport betrachtet das Laugen – kombiniert mit Erweiterungen in Arizona und Chile – als Kernstück seines Wachstums, wobei Übernahmen nicht im Vordergrund stehen. „Wir glauben, dass wir erheblichen Wert in unseren bestehenden Vermögenswerten schaffen können“, sagte Quirk, die dem Unternehmen seit 1989 angehört und vor zwei Jahren zum CEO ernannt wurde. „Falls sich die Möglichkeit ergibt, Vermögenswerte mit einem anderen Kupferproduzenten zu kombinieren, wollen wir bereit sein. . . Aber das Letzte, was man tun möchte, ist, etwas zu erzwingen, das keinen Sinn ergibt.“

Diese Strategie unterstützen zumindest einige Aktionäre. „Mir ist es recht, wenn (Freeport) akquisitiv handelt, solange sie die richtige Situation finden, aber ich bin auch damit einverstanden, dass sie einfach weiter ihre Kupferreserven ausbauen“, sagte Michael Cuggino, Portfolio-Manager der Permanent Portfolio Funds, die Anteile an Freeport halten.

Grasberg-Rückgewinnung im Plan als Schwerpunkt der US-Zölle

In Indonesien, wo das Unternehmen seine Flaggschiff-Kupfer- und Goldmine Grasberg betreibt, bekräftigte Quirk die Pläne, die Vollproduktion bis Ende 2027 wieder aufzunehmen, nachdem ein Erdrutsch im vergangenen Jahr sieben Arbeiter getötet und die Operationen vorübergehend eingestellt hatte. Freeport verkaufe kein Kupferkonzentrat mehr an chinesische Schmelzereien, da sie über genügend Kapazität in ihren beiden indonesischen Schmelzereien verfüge, um die Liefermengen aus Grasberg zu verarbeiten, fügte sie hinzu.

In den USA lehnte es Quirk ab, vorherzusagen, ob die Trump-Administration Kupferzölle einführen könnte, fügte jedoch hinzu, dass das Potenzial dafür ihre Investitionsentscheidungen nicht beeinflusse. „Die Regierung versucht, politische Maßnahmen zur Anreicherung der inländischen Produktion umzusetzen“, sagte Quirk. „Wir wissen nicht, wie sie Zölle in dieses Gesamtbild einordnen werden.“

Für Anleger bleibt damit die zentrale Frage offen, ob Freeport sein Laugungsziel tatsächlich erreicht. Die neue chemische Verbindung könnte der entscheidende Hebel sein – die Feldtests im weiteren Jahresverlauf dürften darüber entscheiden, ob aus der ehrgeizigen Zielmarke Realität wird.

Freeport-McmoranKupferlaugungKupferproduktionKathleen QuirkTailingsGrasbergLme WeekKupfernachfrage

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  3. Pieper sieht veränderte Marktstruktur als Treiber heftiger Kursausschläge
  4. Iran-Krieg: Hubschrauberabsturz tötet zwei Soldaten, Tankerangriffe bedrohen Hormuz
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.