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Foxconn übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt dank KI-Boom

Der taiwanesische Elektronikriese verzeichnet im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 39,8 Prozent – warnt aber vor geopolitischen Risiken.

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Foxconn übertrifft Erwartungen: Umsatz steigt dank KI-Boom

Foxconn, der weltweit größte Auftragsfertiger für Elektronik, hat im zweiten Quartal 2025 ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 39,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Gesamtumsatz für den Zeitraum von April bis Juni kletterte auf 2,513 Billionen Taiwanesische Dollar (TWD), umgerechnet rund 78,71 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Markterwartungen deutlich: Der LSEG SmartEstimate, der Analystenprognosen mit höherer historischer Genauigkeit stärker gewichtet, hatte lediglich 2,372 Billionen TWD vorhergesagt.

Haupttreiber des starken Wachstums ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Produkten rund um Künstliche Intelligenz. Foxconn ist nicht nur der wichtigste Montagepartner von Apple für das iPhone, sondern auch ein zentraler Serverhersteller für den US-Chiphersteller Nvidia. Beide Geschäftsbereiche trugen maßgeblich zum Ergebnis bei: Die Sparte für Cloud- und Netzwerkprodukte profitierte von der starken KI-Nachfrage, während der Bereich der intelligenten Unterhaltungselektronik – zu dem auch das iPhone gehört – ein „signifikantes" Wachstum verzeichnete.

Besonders hervorzuheben ist der Monat Juni: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 52,1 Prozent auf 821,8 Milliarden TWD – ein Rekordwert für diesen Monat. Dieser Spitzenwert unterstreicht die Dynamik, mit der Foxconn aktuell in seinen Kernmärkten wächst.

Ausblick und geopolitische Risiken

Für das dritte Quartal zeigt sich Foxconn grundsätzlich optimistisch. Das Unternehmen erwartet ein Wachstum des operativen Geschäfts sowohl im Vergleich zum Vorquartal als auch zum Vorjahr. Der Wachstumstrend bei KI-Racks soll dabei anhalten. Foxconn, das offiziell unter dem Namen Hon Hai Precision Industry firmiert, gibt traditionell keine konkreten Zahlenprognosen ab.

Gleichzeitig mahnt das Unternehmen zur Vorsicht: Es sei „erforderlich, die Auswirkungen der volatilen globalen politischen und wirtschaftlichen Lage zu beobachten", erklärte Foxconn in seiner Mitteilung, ohne dabei konkrete Details zu nennen. Für deutsche Anleger ist dieser Hinweis bedeutsam, da Foxconn als globaler Fertigungsriese besonders sensibel auf geopolitische Spannungen – etwa zwischen den USA und China oder rund um Taiwan – reagiert.

Aktie hinkt dem Markt hinterher

Trotz der starken operativen Entwicklung blieb die Aktie von Foxconn im bisherigen Jahresverlauf hinter dem Gesamtmarkt zurück. Die Papiere des Unternehmens legten in diesem Jahr lediglich um 4,3 Prozent zu, während der taiwanesische Gesamtmarkt im gleichen Zeitraum um beachtliche 61,5 Prozent zulegte. Am Freitag vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen schloss die Aktie mit einem moderaten Plus von 0,6 Prozent, während der Leitindex unverändert aus dem Handel ging.

Die Diskrepanz zwischen dem starken Umsatzwachstum und der vergleichsweise schwachen Kursentwicklung könnte darauf hindeuten, dass der Markt die geopolitischen Risiken sowie die Abhängigkeit von wenigen Großkunden wie Apple und Nvidia bereits einpreist. Für Investoren bleibt Foxconn dennoch ein zentraler Indikator für die globale Nachfrage nach Elektronik und KI-Infrastruktur.

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