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Flydubai-Drama über Saudi-Arabien: Passagiere verhindern Absturz

Kopilot attackiert Kapitän an Bord von Flug FZ1073 – Passagiere überwältigen Angreifer und ermöglichen Notlandung in Tabuk.

• 2 Min
Flydubai-Drama über Saudi-Arabien: Passagiere verhindern Absturz

Ein dramatischer Vorfall an Bord eines Flydubai-Fluges von Dubai nach Tel Aviv hat internationale Sicherheitsdebatten ausgelöst. Während des Fluges FZ1073 mit über 170 Passagieren, überwiegend israelischen Staatsbürgern, kam es im Cockpit zu einer lebensgefährlichen Auseinandersetzung. Der Kopilot soll den Kapitän, den indischen Staatsbürger Smit Machchhar, mit einem scharfen Gegenstand niedergestochen haben. Laut israelischen Regierungsangaben war das Ziel des Angreifers, die Boeing 737 Max zum Absturz zu bringen.

Passagiere berichteten von einem plötzlichen Höhenverlust von über 14.000 Fuß innerhalb von 30 Sekunden, als die Maschine über Saudi-Arabien flog. Der verletzte Kapitän konnte trotz seiner schweren Verletzungen die Cockpittür entriegeln. Dies ermöglichte es Passagieren und einer an Bord befindlichen Reserve-Crew, in das Cockpit einzudringen.

Laut Doron Spielman, einem Sprecher des israelischen Premierministers, fanden sie den Kapitän blutüberströmt am Boden vor, während der Angreifer versuchte, das Kontrollpanel zu zerstören. Die Passagiere überwältigten den Kopiloten, woraufhin die Reserve-Crew die Kontrolle über das Flugzeug übernahm und eine sichere Notlandung in Tabuk, Saudi-Arabien, durchführte.

Hintergründe der Tat weiter unklar

Die Hintergründe der Tat bleiben laut Flydubai unklar. Die Fluggesellschaft warnte vor „voreiligen Spekulationen“. Saudi-arabische Behörden haben den Kopiloten festgenommen und verhört. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz lobte das „heldenhafte“ Eingreifen der Passagiere, die den Anschlag vereitelt hätten.

Der Vorfall hat in Israel eine Debatte über die Sicherheit im Luftverkehr entfacht. Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte an, die Sicherheitsüberprüfungen für Piloten, die nach Israel fliegen, drastisch zu verschärfen. „Wir werden die Identität der Piloten kennen und Sicherheitsüberprüfungen durchführen, unabhängig davon, ob es sich um israelische oder ausländische Fluggesellschaften handelt“, so Spielman.

Experten verweisen auf bestehende Kontrollen

Experten wie Philip Baum von der Coventry University weisen darauf hin, dass Piloten weltweit bereits strengen Hintergrund- und psychologischen Checks unterliegen. Dennoch bleibt die Verantwortung für die Einhaltung der Standards bei den jeweiligen nationalen Aufsichtsbehörden, in diesem Fall der GCAA der Vereinigten Arabischen Emirate.

Während Reuters betont, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Piloten seit den Anschlägen vom 11. September massiv verschärft wurden, wirft der Vorfall nun erneut Fragen zur Sicherheit in Cockpits auf. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verwies darauf, dass die Aufsicht über Flydubai allein bei der GCAA liege. Die Passagiere, die nach der Notlandung in Saudi-Arabien medizinisch versorgt wurden, konnten schließlich nach Tel Aviv zurückkehren.

Für deutsche Privatanleger und Reisende ist der Vorfall vor allem ein Sicherheitsthema: Er berührt die Frage, wie Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden mit der Überprüfung von Cockpitpersonal umgehen. Die zuständigen Stellen betonen, dass die Verantwortung für Standards und Kontrollen bei den nationalen Behörden liegt – im Fall von Flydubai bei der GCAA der Vereinigten Arabischen Emirate.

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