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Fed-Vorsitz: Trump verzögert Entscheidung über Powell-Nachfolge weiter

Vier Kandidaten im Rennen, doch die Bekanntgabe lässt auf sich warten

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Fed-Vorsitz: Trump verzögert Entscheidung über Powell-Nachfolge weiter

Die Suche nach einem Nachfolger für Jerome Powell als Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve zieht sich weiter hin. Präsident Donald Trump und Finanzminister Scott Bessent kündigen seit Wochen eine baldige Entscheidung an, doch bislang blieb die offizielle Bekanntgabe aus. Beobachter rätseln zunehmend über die Gründe für die Verzögerung.

Nach aktuellen Wettquoten der Prognoseplattform Polymarket haben sich vier Kandidaten als Favoriten herauskristallisiert. Kevin Hassett, ehemaliger Vorsitzender des Council of Economic Advisers unter Trump, gilt als einer der Hauptanwärter. Rick Rieder, Chief Investment Officer bei BlackRock, bringt umfangreiche Markterfahrung mit. Christopher Waller, bereits Fed-Gouverneur, wäre eine Wahl aus den eigenen Reihen. Kevin Warsh, früherer Fed-Gouverneur, hatte bereits 2017 Chancen auf den Posten.

Die Richtung der Entscheidungsfindung hat sich in den vergangenen Wochen mehrfach verschoben. Insider berichten, dass Trump möglicherweise nach einem Kandidatenprofil sucht, das so in der Realität nicht existiert. Die Personalie ist für die globalen Finanzmärkte von enormer Bedeutung, da der Fed-Vorsitz zu den einflussreichsten Positionen in der Weltwirtschaft zählt.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für deutsche Investoren ist die Besetzung des Fed-Vorsitzes hochrelevant. Die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank beeinflussen nicht nur den Dollar-Kurs, sondern wirken sich auch auf europäische Zinsen und Aktienmärkte aus. Eine klare Richtungsentscheidung würde Planungssicherheit schaffen.

Powell selbst hat bereits signalisiert, dass er seinen Posten nicht vorzeitig räumen wird. Seine reguläre Amtszeit als Vorsitzender endet erst im Mai 2026. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt Kritik an Powells Zinspolitik geübt und eine Ablösung angedeutet. Die rechtlichen Hürden für eine vorzeitige Absetzung sind jedoch hoch.

Die anhaltende Unsicherheit über die künftige Fed-Führung sorgt an den Märkten für Zurückhaltung. Anleger warten auf Klarheit über die geldpolitische Ausrichtung der kommenden Jahre. Eine Entscheidung könnte kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen, langfristig aber für mehr Stabilität sorgen.

Fed-VorsitzJerome PowellDonald TrumpFederal ReserveUs-Notenbank

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