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Fed-Gouverneur Miran: Warsh soll auslaufenden Sitz übernehmen

Stephen Miran rechnet damit, dass designierter Fed-Chef Kevin Warsh seinen Posten einnimmt.

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Fed-Gouverneur Miran: Warsh soll auslaufenden Sitz übernehmen

Der scheidende Fed-Gouverneur Stephen Miran erwartet, dass Kevin Warsh seine auslaufende Position bei der US-Notenbank übernehmen wird. In einem Interview mit CNBC erklärte Miran am Freitag, sein Sitz sei der einzige verfügbare Posten für Warsh im Rahmen des Nominierungsprozesses zum Fed-Vorsitzenden. Mirans Amtszeit endet am 31. Januar 2025.

Warsh wurde von Präsident Donald Trump als Nachfolger von Jerome Powell nominiert. Powells Amtszeit als Fed-Vorsitzender läuft im Mai aus, seine Position als Gouverneur jedoch erst 2028. Damit könnte Powell theoretisch im Gremium bleiben und als Gegengewicht zum anhaltenden Druck des Weißen Hauses auf die Zentralbank fungieren.

Miran, der bei der jüngsten geldpolitischen Sitzung als einziger für eine Zinssenkung stimmte, geht davon aus, dass er aufgrund des Bestätigungsverfahrens noch bei der nächsten FOMC-Sitzung zur Zinsfestsetzung im Amt sein wird. Das Tempo des Senatsverfahrens dürfte einen nahtlosen Übergang ermöglichen.

Warsh als überzeugender Kandidat

Trotz Warshs kritischer Äußerungen zur Fed während seiner Kampagne zeigte sich Miran optimistisch über dessen Aufnahme im Gremium. "Warsh hat eine lange Geschichte darin, Menschen von seinen Argumenten zu überzeugen", erklärte der scheidende Gouverneur. Er werde mit viel Respekt behandelt werden, da viele seiner Ansichten "absolut richtig" seien.

Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Fed-Gouverneur und kennt die Institution von innen. Seine Erfahrung dürfte ihm den Einstieg erleichtern, auch wenn er in der Vergangenheit die Geldpolitik der Zentralbank kritisiert hatte.

Kontroverse um Inflationseinschätzung

Miran verteidigte sein abweichendes Votum für eine Zinssenkung mit einer unkonventionellen Inflationsanalyse. "Es gibt kein Inflationsproblem", argumentierte er und verwies darauf, dass die Gesamtinflationszahlen ein verzerrtes Bild zeichneten. Diese Einschätzung steht im Gegensatz zur Mehrheitsmeinung im Federal Open Market Committee.

Die Personalie Warsh und die Frage, ob Powell im Gremium bleibt, werden die geldpolitische Ausrichtung der Fed in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Anleger beobachten die Entwicklung aufmerksam, da sie direkte Auswirkungen auf Zinsentscheidungen und damit auf die Finanzmärkte hat.

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