Aon kauft Versicherungsmakler USI für rund 17 Milliarden Dollar
Der Versicherungsriese Aon übernimmt USI Insurance von KKR in einem Milliarden-Deal.

Der Versicherungs- und Beratungskonzern Aon hat sich auf den Kauf der USI Insurance von der Private-Equity-Gesellschaft KKR für rund 17 Milliarden Dollar inklusive Schulden geeinigt. Die Unternehmen gaben die Transaktion am Montag bekannt, nachdem das „Wall Street Journal“ bereits am Sonntag über die bevorstehende Übernahme berichtet hatte.
Bei USI mit Sitz in Valhalla, New York, handelt es sich um eine Versicherungsmakler- und Beratungsagentur. Das Unternehmen unterstützt sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen bei der Suche nach Versicherungspolicen und dem Aufbau von Leistungsplänen. Nach eigenen Angaben erzielt USI jährliche Umsätze in Höhe von rund drei Milliarden Dollar.
Hintergrund des Deals
KKR hatte USI im Jahr 2017 gemeinsam mit der kanadischen Investmentgesellschaft CDPQ von der Private-Equity-Gesellschaft Onex für 4,3 Milliarden Dollar erworben. Seitdem hat KKR weitere Investitionen getätigt, um seinen Anteilsbesitz an dem Unternehmen auszubauen und zum größten Aktionär zu werden. Der Verkauf an Aon markiert nun einen bedeutenden Exit für den Finanzinvestor.
Aon selbst ist ein weltweit tätiger Versicherungsmakler und Berater, der sich seit Langem darauf spezialisiert hat, Unternehmen bei der Risikosteuerung, Gesundheitsleistungen und Altersvorsorge zu unterstützen. Mit der Übernahme von USI will der Konzern vor allem seine Fähigkeiten im Bereich der Unterstützung mittelständischer Unternehmen ausbauen.
Finanzielle Perspektiven
Aon rechnet damit, dass die Akquisition voraussichtlich bis 2028 das Ergebnis je Aktie steigern wird. „Wir sehen hier fast sofortige finanzielle Auswirkungen“, sagte Aon-CEO Greg Case in einem Interview. „Wir nutzen Inhalte, die Aon bereits besitzt, und skalieren diese in den Mittelstand.“
Der Zukauf von USI ist einer der größten Übernahmen in der Versicherungsmaklerbranche der vergangenen Jahre. Für Aon bietet sich die Chance, das bestehende Dienstleistungsportfolio gezielt zu erweitern und neue Kundensegmente zu erschließen. Die Transaktion unterstreicht zudem das anhaltende Interesse von Finanzinvestoren und strategischen Käufern an Versicherungsmaklerfirmen, die stabile Cashflows und attraktive Wachstumsperspektiven bieten.
Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung. Analysten rechnen jedoch nicht mit größeren kartellrechtlichen Hürden, da sich die Geschäftsfelder von Aon und USI in Teilen ergänzen statt überschneiden.
