Europäische Börsen vor gemischtem Start – EZB und BoE im Fokus
Shell, Maersk und BMW legen Zahlen vor. Zentralbanken dürften Zinsen unverändert lassen.

Die europäischen Aktienmärkte steuern am Donnerstag auf eine verhaltene Eröffnung zu. Laut Daten von IG wird der britische FTSE 100 ebenso wie der deutsche DAX voraussichtlich 0,25 Prozent im Minus starten. Der französische CAC 40 und der italienische FTSE MIB dürften hingegen unverändert in den Handel gehen.
Im Mittelpunkt stehen zahlreiche Quartalszahlen europäischer Schwergewichte. Shell, BBVA, BNP Paribas, Vinci, BMW, Siemens Healthineers, Anglo American, Danske Bank, ArcelorMittal, Moller Maersk und Vestas Wind Systems legen ihre Ergebnisse vor. Anleger werden die Zahlen genau analysieren, um die Verfassung der europäischen Wirtschaft einzuschätzen.
Neben den Unternehmensberichten richten sich die Blicke auf die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England. Beide Institutionen werden am Donnerstag ihre jüngsten Beschlüsse veröffentlichen. Marktbeobachter erwarten keine Änderungen der aktuellen Zinssätze.
Turbulenzen an den Weltmärkten
Die globalen Finanzmärkte zeigten sich in dieser Woche volatil. Die Wall Street verzeichnete am Mittwoch den zweiten Verlusttag in Folge, nachdem Software-Aktien unter Druck gerieten. Die S&P-500-Futures legten über Nacht jedoch wieder zu, gestützt durch positive Quartalsergebnisse von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet.
Am Donnerstag steht mit Amazon ein weiteres Mitglied der "Magnificent Seven" mit seinen Zahlen an. An den asiatisch-pazifischen Märkten führten südkoreanische Aktien die Verluste an, als der Tech-Ausverkauf an Dynamik gewann.
Wichtige Konjunkturdaten erwartet
Neben den Unternehmenszahlen und Zentralbankentscheidungen stehen mehrere wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda. Deutschland veröffentlicht die Auftragseingänge, Frankreich die Industrieproduktion und die EU ihre Einzelhandelsumsätze. Diese Daten könnten weitere Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung in Europa liefern.
