EU greift durch: X muss Grok-Daten offenlegen
Die EU-Kommission verschärft den Druck auf Elon Musks Plattform X. Wegen illegaler KI-generierter Bilder muss das Unternehmen alle Dokumente zu seinem umstrittenen KI-Tool Grok bis Jahresende aufbewahren.

Die Europäische Union nimmt Elon Musks Social-Media-Plattform X ins Visier. Die EU-Kommission hat eine Aufbewahrungsanordnung für sämtliche Dokumente und Daten zum KI-Programm Grok bis Ende 2026 verhängt. Der Grund: Auf X kursieren KI-generierte Bilder von unbekleideten Frauen und Minderjährigen, die nach EU-Recht illegal sind.
Regierungen schlagen Alarm
Die Kritik an Musks KI-Dienst nimmt international zu. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sprach von einer "Industrialisierung der sexuellen Belästigung". Auch Großbritannien und Frankreich äußerten sich besorgt über die von Grok erzeugten Inhalte. Das KI-Tool hatte auf Anfrage Bilder von Frauen und Minderjährigen in extrem knapper Kleidung erstellt – darunter auch Aufnahmen bekannter Persönlichkeiten.
Sicherheitslücken bei xAI eingeräumt
Musks KI-Firma xAI räumte Versäumnisse ein. Lücken in den Sicherheitsvorkehrungen hätten zu problematischen Bildern geführt, die "Minderjährige in minimaler Kleidung" zeigten. Die EU-Kommission hatte die Inhalte bereits als rechtswidrig und empörend bezeichnet. Musk wies die Kritik jedoch zurück und wirft Europa Zensur vor.
Konflikt zwischen USA und EU eskaliert
Der Tech-Milliardär, der rechtspopulistische Bewegungen in Europa unterstützt, wehrt sich vehement gegen EU-Regulierung. Die US-Regierung stellt sich hinter Musk und kritisiert die europäischen Behörden wegen angeblicher Beschneidung der Meinungsfreiheit. Doch X unterliegt wie alle sozialen Plattformen in der EU den hiesigen Gesetzen.
Verlängerte Aufbewahrungspflicht
Die Kommission verlängerte eine bereits im Vorjahr erlassene Anordnung, die sich auf Algorithmen und die Verbreitung illegaler Inhalte bezieht. X muss nun umfassende Dokumentation vorlegen. Für Anleger bedeutet der regulatorische Druck auf Musks Unternehmen zusätzliche Unsicherheit – neben den bereits bestehenden Herausforderungen bei Tesla und SpaceX.
