EPAM-Aktie bricht ein: Verhaltener Ausblick enttäuscht Anleger
IT-Dienstleister senkt Wachstumsprognose für 2026 trotz starker Quartalszahlen deutlich.

Die Aktien des IT-Dienstleisters EPAM Systems sind nach Bekanntgabe der Jahresziele deutlich unter Druck geraten. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 ein organisches währungsbereinigtes Umsatzwachstum von lediglich 3 bis 6 Prozent im Jahresvergleich. Dies liegt unter dem Wachstum von 5 Prozent, das EPAM im Jahr 2025 erreichte.
Analysten von Jefferies bewerten die Prognose als konservativ, erwarten aber dennoch negative Reaktionen vom Markt. Die verhaltene Einschätzung überrascht, da Unternehmen ihre Investitionen in Softwareentwicklung und KI-gestützte Transformationsprojekte trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten aufrechterhalten. Viele Firmen wollen im KI-Wettlauf nicht den Anschluss verlieren.
EPAM bietet ein breites Spektrum an IT-Dienstleistungen an, darunter Beratung, Cloud- und KI-Transformation sowie maßgeschneiderte Softwareentwicklung. Das Unternehmen zählt zu den führenden Anbietern für digitale Transformationsprojekte.
Quartalszahlen übertreffen Erwartungen
Für das erste Quartal 2026 rechnet EPAM mit Umsätzen zwischen 1,38 und 1,40 Milliarden US-Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne entspricht den Analystenschätzungen von LSEG. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erwartet das Management 2,70 bis 2,78 US-Dollar.
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen hingegen besser aus als erwartet. EPAM meldete Umsätze von 1,41 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,39 Milliarden Dollar. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie von 3,26 US-Dollar lag über den Erwartungen der Experten.
Die Diskrepanz zwischen starken Quartalsergebnissen und verhaltener Jahresprognose verunsichert Investoren. Sie fragen sich, ob EPAM Marktanteile verliert oder ob die Nachfrage nach IT-Dienstleistungen generell nachlässt.
