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Ellisons Risiko: Paramount und Oracle steigen zu Schuldenriesen auf

Milliardär Larry Ellison verbindet zwei der größten Kreditnehmer der USA – und genau das sorgt an der Wall Street für wachsende Unruhe.

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Ellisons Risiko: Paramount und Oracle steigen zu Schuldenriesen auf

Die Paramount Skydance Corp. und die Oracle Corp. steigen in die Riege der größten Kreditnehmer des amerikanischen Unternehmenssektors auf. Damit rücken ihre Verbindungen zu ein und derselben Person in den Fokus: dem Milliardär Larry Ellison. An der Wall Street sorgt diese Konstellation zunehmend für Unruhe, wie Bloomberg Europe berichtet.

Im Zentrum der Sorgen steht die Annahme vieler Anleger, Ellison würde einspringen und Paramount stützen, falls das Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten gerät. Auslöser ist die Aufnahme von 52 Milliarden Dollar zusätzlicher Verschuldung in dieser Woche. Mit diesem Kapital will Paramount seine Übernahme der Warner Bros. Discovery Inc. finanzieren.

Doch genau dieses erhoffte Sicherheitsnetz könnte ins Wanken geraten. Ein Großteil des Vermögens der Ellison-Familie ist in Oracle-Aktien gebunden. Gleichzeitig treibt Oracle sein eigenes, kapitalintensives Ausbauvorhaben im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) voran.

Ein Sicherheitsnetz mit Fragezeichen

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Sollte der Wert der Oracle-Aktien unter Druck geraten, könnte das finanzielle Polster der Familie schrumpfen – und zwar genau dann, wenn Paramount es am dringendsten benötigt. Die enge Verzahnung zwischen dem Medienkonzern und dem Technologieunternehmen wird damit zum Risikofaktor.

Für Anleger ist die Entwicklung deshalb brisant, weil sie zwei eigentlich getrennte Unternehmen über das Privatvermögen einer einzelnen Person miteinander verbindet. Steigt die Verschuldung des einen, wächst der Druck auf das andere. Die wachsende Bedeutung von Paramount und Oracle unter den größten Schuldnern der US-Wirtschaft verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Die 52 Milliarden Dollar an neuer Verschuldung machen Paramount zu einem der größten Kreditnehmer des amerikanischen Unternehmenssektors. Zugleich bindet Oracles KI-Ausbau erhebliche Mittel. Beide Entwicklungen laufen parallel – und beide hängen letztlich mit derselben Person zusammen.

Was das für den Markt bedeutet

An der Wall Street wächst daher die Skepsis, ob das angenommene Sicherheitsnetz tatsächlich trägt. Die Annahme, dass Ellison im Ernstfall einspringt, ist bislang nicht durch eine verbindliche Zusage untermauert. Solange der Großteil des Familienvermögens in Oracle-Aktien steckt, hängt die Stabilität von Paramount indirekt am Kurs eines Unternehmens, das selbst hohe Investitionen stemmen muss.

Für deutsche Privatanleger ist die Konstellation ein anschauliches Beispiel dafür, wie stark Unternehmensrisiken über persönliche Beteiligungen verknüpft sein können. Wer in Medien- oder Technologiewerte investiert, sollte solche Verflechtungen im Blick behalten. Die Verbindung zwischen Paramount und Oracle zeigt, dass ein vermeintliches Sicherheitsnetz nur so belastbar ist wie das Vermögen, aus dem es gespeist wird.

Entscheidend bleibt die Frage, ob die Erwartungshaltung der Investoren mit der tatsächlichen finanziellen Ausstattung der Ellison-Familie Schritt hält. Solange Paramount und Oracle gleichzeitig hohe Schulden aufnehmen und hohe Investitionen stemmen, bleibt die Lage angespannt. Die Wall Street beobachtet die weitere Entwicklung daher mit Argusaugen.

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