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Eastport Critical Metals meldet 110,8 Meter Kupfer und startet Gravimetrie

Der kanadische Explorer startet eine 291 km² große Gravimetrie-Untersuchung über den 30 km langen Trend Thole bis Copper Snake.

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Eastport Critical Metals meldet 110,8 Meter Kupfer und startet Gravimetrie

Eastport Critical Metals Corp. (TSXV: EVI) (OTCQB: EVIIF) hat die endgültigen Analyseergebnisse der Bohrungen in Nakalakwana im Rahmen des Matsitama Copper Project vorgelegt und gleichzeitig den Beginn einer großflächigen gravimetrischen geophysikalischen Untersuchung angekündigt. Die Gravimetrie soll den 30 Kilometer langen Trend von Thole bis Copper Snake abdecken und umfasst eine Fläche von 291 Quadratkilometern. Die Meldung aus Vancouver, British Columbia, datiert vom 28. September 2026.

Im Zentrum der Bohrergebnisse steht das Bohrloch NAKDD25-006, das 110,8 Meter mit 0,43 Prozent Kupfer ab 123,6 Metern Tiefe durchteufte. Darin enthalten sind 14,8 Meter mit 0,55 Prozent Kupfer ab 171,76 Metern sowie 28,3 Meter mit 0,68 Prozent Kupfer ab 201,0 Metern. Das Unternehmen weist darauf hin, dass diese Ergebnisse konsistent mit den vorherigen Durchschneidungen von Nak-Main sind. Zwei überlimitierte Proben wurden laut Bericht auf 1 Prozent Kupfer begrenzt, zudem enthält der Abschnitt einen 2,37 Meter langen unentnommenen Abschnitt bei 0 Prozent Kupfer, der als Verdünnung gewertet wird.

CEO Daniel Major ordnet die Ergebnisse in einen größeren Zusammenhang ein. Er verweist auf dicke, kontinuierliche Zonen mit Kupfermineralisierung bei mehreren Bohrungen mit über 100 Metern mineralisierter Länge sowie auf eine Streckerstreckung, die im Vergleich zu Nak-Main mit rund 1,3 Kilometern Länge fast zehnmal so groß ist. „Das oben Genannte repräsentiert eine Fläche von weniger als 1 % unseres gesamten Lizenzgebiets in Matsitama“, so Major. Genau deshalb kündigt das Unternehmen nun die Gravimetrie-Untersuchung von Thole bis Copper Snake an.

Die Details: weitere Bohrlöcher und die Qualitätssicherung

Die Bohrungen NAKDD25-001 und NAKDD26-005 testeten die Grenzen des Nakalakwana-Vorkommens. NAKDD25-001 lieferte 41,0 Meter mit 0,27 Prozent Kupfer ab 60,9 Metern, einschließlich 7,4 Meter mit 0,60 Prozent Kupfer ab 89,6 Metern. NAKDD26-005 wies anomale Kupferanalysen ab 137,7 Metern auf, wobei neun Proben den Wert von 0,15 Prozent Kupfer überschritten. Die Bohrung NAKDD26-012 testete eine separate geologische Struktur und erzielte 16,0 Meter mit 0,52 Prozent Kupfer ab 63,3 Metern, darin 8,0 Meter mit 0,83 Prozent Kupfer ab 71,3 Metern; hier wurden drei überlimitierte Proben auf 1 Prozent Kupfer begrenzt.

Das Explorationsprogramm der Phase 1 hat nach Unternehmensangaben das weit verbreitete, kontinuierliche Vorkommen von Kupfermineralisierungen in den gesamten Lizenzen bestätigt. Bohrungen in Nak-East und Nak-Main meldeten mehrere Kupferdurchschneidungen von über 100 Metern. Die Mineralisierung erwies sich über Streckerstreckungen von mehr als 10 Kilometern als strukturell kontrolliert, was auf eine starke Korrelation zwischen Kupfermineralisierung und den lokalen Strukturen hindeutet.

Für die Probenverarbeitung nennt das Unternehmen klare Abläufe: Der Kern wird nach der Sammlung als Meterintervalle von Halbkernproben in einen gesicherten Lagerbereich transportiert, der rund um die Uhr von Sicherheitspersonal überwacht wird. Anschließend gehen die Proben an das Labor von ALS Global in Johannesburg, das gemäß ISO/IEC 17025 und dem südafrikanischen nationalen Akkreditierungssystem SANAS akkreditiert und vom Emittenten unabhängig ist. Dort wurden die Proben nach dem Standard-Preparierungscode PREP-31 zerkleinert, geteilt und pulverisiert. Die Analyse umfasste eine Multi-Element-Untersuchung mit dem Code ME-ICP61 sowie eine Gold-Feuerprobe mit dem Code Au-GRA21; insgesamt werden 34 Elemente einschließlich Kupfer gemeldet, mit einer Nachweisgrenze von 1 ppm bis 10.000 ppm.

291 Quadratkilometer Gravimetrie: Was die Geophysik messen soll

Die gravimetrische Methode wird in der Kupferexploration eingesetzt, weil sie Variationen in der Gesteinsdichte erkennt, die mit Kupfermineralisierungen zusammenhängen können, und weil sie geologische Strukturen identifiziert, die die Erzlagerung kontrollieren. Die bisherigen Arbeiten in Thakadu und Nakalakwana haben Mineralisierungen identifiziert, die mit dichten Mineralien wie Chalkopyrit, Bornit, Pyrit, Pyrrhotin und Magnetit verbunden sind. Diese mineralisierten Zonen sind oft dichter als das umgebende Wirtsgestein und können Gravitationsanomalien erzeugen.

Die Kupfermineralisierung scheint durch lokalisierte Verwerfungen und Faltungen strukturell kontrolliert zu sein, die als Wege für kupferführende hydrothermale Fluide dienen. Eine in den Gravitationsdaten sichtbare große Dichtegrenze kann laut Unternehmen auf eine tiefe Verwerfung oder eine krustale Struktur hinweisen. Die Untersuchung ergänzt bestehende magnetische Messungen, um die hochpotenziellen Bereiche einzugrenzen. Im Anschluss ist eine magnetotellurische (MT)-Untersuchung vorgesehen, die natürliche elektrische und magnetische Feldvariationen an der Erdoberfläche misst und eine dreidimensionale Sicht bis in Tiefen von mehreren hundert Metern liefert. Solche Messungen gelten als Werkzeug zur Lokalisierung tief sitzender und verdeckter Kupfersysteme, etwa von Porphyr-, Eisenoxid-Kupfer-Gold- (IOCG), vulkanisch assoziierten massiven Sulfid- (VMS) und sedimentären Kupferlagerstätten.

Die Zone von Thole bis Copper Snake ist durch hochgradige Kupfer-Bodenverwitterungsanomalien definiert, die sich über mehr als 30 Kilometer erstrecken und mit großen Falten und Verwerfungen verbunden sind. Historische Explorationsarbeiten beschränkten sich auf flache Bohrungen, die auf oberflächennahe Oxidmineralisierungen abzielten; die Zone ist laut Unternehmensangaben nahezu unerforscht, obwohl sie zu den höchsten Bodenverwitterungsanomalien für Kupfer in den Lizenzen zählt und Hinweise auf alte, kleinräumige Bergbauaktivitäten vorliegen.

Hintergrund: Matsitama und die historische Ressourcenschätzung

Das Flaggschiffprojekt Matsitama liegt im Nordosten Botswanas und umfasst einen zusammenhängenden Block aus sechs Prospektionslizenzen mit einer Gesamtfläche von rund 1.845 Quadratkilometern, nahe dem Dorf Matsitama und etwa 85 Kilometer westlich von Francistown. Der technische Bericht zum Matsitama Copper Project, Central District, Botswana, identifiziert über 20 Kupferprospekte im gesamten Gebiet, darunter Nakalakwana Hill, Lepashe Copper Snake mit Lepashe, Palamela und Tau sowie Tholo und Tholo North. Hinzu kommen zwei benachbarte Kupferminen – eine in Betrieb, eine historisch.

Eine Mineralressourcen-Schätzung von SRK Consulting (South Africa) Pty Limited aus dem Jahr 2013, beauftragt von Matsitama Minerals (Pty) Ltd, basierte auf Daten aus 30 Bohrungen, die 2012 abgeschlossen wurden. Für die optimistische Grube und eine Grenzkutte von 3.000 ppm wurden 9,9 Mio. t Mineralressourcen bei 4.640 ppm Kupfer gemeldet, klassifiziert gemäß den Definitionen des SAMREC-Codes in der Ausgabe 2007. Eastport betrachtet diese Schätzung ausdrücklich nicht als aktuell: Sie erfülle nicht die Anforderungen der CIM-Definitionsnormen und damit nicht die Vorgaben nach NI 43-110, insbesondere fehle der Nachweis vernünftiger Aussichten auf eine spätere wirtschaftliche Extraktion. Es seien erhebliche Arbeiten nötig, um die historischen Daten und die Qualitätssicherung zu validieren, zusätzliche Bohrungen durchzuführen, die geologische Modellierung zu aktualisieren, metallurgische Arbeiten abzuschließen und wirtschaftliche Parameter zu etablieren.

Was das für Anleger bedeutet

Eastport befindet sich in einer für Explorationsunternehmen typischen frühen Phase. Die vorgelegten Zahlen stammen aus Bohrungen, nicht aus einer gültigen Ressourcenschätzung – die vorhandene Schätzung von 2013 gilt als historisch und ist nicht mit den heute geltenden kanadischen Standards konform. Anleger sollten daher zwischen den gemeldeten Bohrabschnitten und einer belastbaren Ressourcenbasis unterscheiden.

Gleichzeitig betont das Unternehmen die Größe seines Lizenzgebiets: Die bisher erkundete Fläche macht nach eigenen Angaben weniger als 1 Prozent des gesamten Matsitama-Gebiets aus, während das Projekt mehrere Ziele im Distriktmaßstab umfasst. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,51 und lag mit 3,77 Prozent im Minus. Dieser Kurshinweis ist eine Momentaufnahme und keine Bewertung des Explorationspotenzials.

Ausblick

Die Folgearbeiten in Nakalakwana konzentrieren sich nach Unternehmensangaben auf strukturelle Kartierung und Geophysik, um zukünftige Auffüllungsbohrprogramme für die inzwischen 10 Kilometer lange Streckerstreckung weiter zu fokussieren. Aus der 291 Quadratkilometer großen Gravimetrie sollen dichte Gesteinskörper und tiefere Strukturen identifiziert werden, bevor eine magnetotellurische Untersuchung folgt. Konkrete Termine für diese Schritte nennt die Meldung nicht.

Kurz erklärt

  • Gravimetrie: geophysikalisches Verfahren, das Unterschiede in der Dichte von Gesteinskörpern im Untergrund misst.
  • Magnetotellurik: Messmethode, die natürliche elektrische und magnetische Feldvariationen nutzt, um die elektrische Leitfähigkeit des Untergrunds abzubilden.
  • Grenzkutte: Mindestgehalt eines Rohstoffs, ab dem Material in einer Ressourcenschätzung berücksichtigt wird.
  • SAMREC-Code: südafrikanischer Standard für die Berichterstattung über Mineralressourcen und Reserven.
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