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Drei Fed-Vertreter fordern höhere Zinsen wegen hartnäckiger Inflation

Hammack, Kashkari und Logan stimmten gegen die Fed-Mehrheit – Zölle und Iran-Krieg befeuern den Preisdruck.

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Drei Fed-Vertreter fordern höhere Zinsen wegen hartnäckiger Inflation

Drei Entscheidungsträger der US-Notenbank Federal Reserve haben sich öffentlich für höhere Zinssätze ausgesprochen. Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, sowie die Präsidentin der Dallas Fed, Lorie Logan, begründeten ihre Gegenstimmen bei der jüngsten Fed-Sitzung mit der anhaltend hartnäckigen Inflation. Ihre Erklärungen wurden am Freitagmorgen veröffentlicht.

Die drei Notenbanker sehen in der aktuellen Preisentwicklung ein ernstes Problem, das geldpolitisches Handeln erfordert. Zwar erkennen Hammack und Kashkari an, dass die Inflation teilweise auf vorübergehende Faktoren zurückzuführen ist – darunter die Zölle von Präsident Trump sowie der Iran-Krieg. Dennoch sind sie der Überzeugung, dass die Fed jetzt reagieren muss, bevor sich die Preisdynamik weiter verfestigt.

Wachsender Druck auf Fed-Chef Warsh

Die drei Gegenstimmen gelten als deutliches Signal für den wachsenden internen Druck auf Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Innerhalb des Offenmarktausschusses (FOMC) formiert sich damit eine Gruppe von Falken, die eine restriktivere Geldpolitik einfordern. Solche öffentlichen Dissense sind in der Notenbankwelt ein ungewöhnlich klares Zeichen für interne Meinungsverschiedenheiten.

Besonders deutlich äußerte sich Lorie Logan von der Dallas Fed. Sie warnte, dass die Inflation selbst bei einer Abkühlung der Wirtschaft wahrscheinlich nicht vollständig auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zurückkehren werde – es sei denn, die Notenbank erhöhe die Zinsen. „Ohne geldpolitische Restriktion wird die Inflation wahrscheinlich weiterhin über dem Zielwert liegen, bis es zu einem unvorhergesehenen Schock kommt", sagte Logan in ihrer Erklärung.

Inflation als strukturelles Problem

Logans Aussage ist bemerkenswert, weil sie die Inflation nicht als rein vorübergehendes Phänomen betrachtet. Während andere Fed-Vertreter oft auf die temporären Ursachen wie Zölle verweisen, argumentiert Logan, dass ohne aktives Eingreifen der Notenbank das Inflationsziel von 2 Prozent dauerhaft verfehlt werden könnte. Dies ist eine deutlich pessimistischere Einschätzung als die der Fed-Mehrheit.

Für deutsche Anleger und Beobachter der US-Geldpolitik ist diese Entwicklung von erheblicher Bedeutung. Die Federal Reserve beeinflusst mit ihren Zinsentscheidungen nicht nur die US-Wirtschaft, sondern auch globale Kapitalmärkte, Wechselkurse und damit indirekt auch die Europäische Zentralbank. Ein möglicher Zinsanstieg in den USA könnte den US-Dollar stärken und Druck auf andere Währungen sowie Schwellenländer ausüben.

Hintergrund: Die Rolle der regionalen Fed-Präsidenten

Die zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken sind ein zentrales Element des US-Notenbankensystems. Ihre Präsidenten nehmen im Rotationsverfahren an den Abstimmungen des FOMC teil und können durch öffentliche Erklärungen Signale an die Märkte senden. Dissense wie die von Hammack, Kashkari und Logan sind selten, aber wirkungsvoll – sie zeigen, in welche Richtung sich die Debatte innerhalb der Fed bewegt.

Die Märkte werden die weiteren Äußerungen der Fed-Vertreter in den kommenden Wochen genau beobachten. Entscheidend wird sein, ob sich die Mehrheit im FOMC dem Druck der drei Falken beugt oder ob Fed-Chef Warsh an einem abwartenden Kurs festhält.

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