Drei Dividendenaktien mit dreifacher S&P-500-Rendite im November
PepsiCo, Altria und Enbridge locken mit Renditen von 4,2 bis 5,8 Prozent – deutlich über dem S&P 500.

Der S&P 500 bietet Anlegern derzeit nur eine rückwärtsgewandte Dividendenrendite von 1,1 Prozent. Für Anleger, die auf regelmäßige Einkünfte angewiesen sind, reicht das kaum aus. Der US-Finanzdienst Motley Fool stellt deshalb drei Dividendenzahler vor, deren Renditen mindestens dreimal so hoch liegen wie die des breiten US-Index – und deren Ausschüttungen seit Jahren pünktlich gezahlt und erhöht wurden.
Im Mittelpunkt stehen der Getränke- und Snackkonzern PepsiCo, der Tabakkonzern Altria Group und der Pipeline-Betreiber Enbridge. Alle drei Unternehmen verbindet eine lange Dividendenhistorie. Ihre aktuellen Renditen liegen zwischen 4,2 Prozent und 5,8 Prozent.
PepsiCo hat sich nach dem Kurseinbruch um 28 Prozent wieder gefangen
Für die meisten Anleger ist der Getränkeriese Coca-Cola die erste Wahl als Einkommensanlage aus dem Konsumgütersektor – und das bleibt sie laut Motley Fool zweifellos auch. Beim Rivalen PepsiCo (Ticker: PEP) lief es zuletzt jedoch anders: Der Kurs ist um 28 Prozent gegenüber seinem Höchststand von 2023 gefallen, hauptsächlich wegen der Schwierigkeiten des Unternehmens mit der Inflation.
Beide Lager haben ihre Karten womöglich zu stark gespielt. Die Coca-Cola-Aktie legte in den vergangenen zwei Jahren um 50 Prozent zu, weil Anleger um die gebotene Sicherheit konkurrierten. Das drückte die vorwärtsgerichtete Dividendenrendite auf ein mehrjähriges Tief von 2,2 Prozent. Umgekehrt hat die anhaltende Schwäche der PepsiCo-Aktie deren Dividendenrendite auf 4,2 Prozent getrieben.
Eine hohe Rendite allein ist nicht unbedingt ein ausreichender Kaufgrund. PepsiCo bringt laut der Analyse jedoch weitere Argumente mit, darunter eine beeindruckende Dividendenhistorie und Hinweise auf einen Aufschwung. Das Unternehmen hat seine Dividende pro Aktie 54 Jahre in Folge erhöht. Für das Gesamtjahr strebt es nun ein organisches Umsatzwachstum von rund 3 Prozent an, nachdem sich die Erlöse im dritten Quartal um 3,1 Prozent verbessert hatten – nach einem verhaltenen Wachstum von lediglich 1,7 Prozent im Vorjahr. Als Beleg dafür gelten Initiativen wie die präbiotische Cola und proteinangereicherte Snack-Chips. Seit der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal Anfang Oktober hat sich die PEP-Aktie um 12 Prozent erholt.
Altria hält trotz rückläufigem Zigarettenabsatz an steigenden Ausschüttungen fest
Es wird eine Zeit kommen, in der die Tabakindustrie keine tragfähige Branche mehr ist. Verantwortlich dafür sind die erfolgreichen Bemühungen zur Raucherentwöhnung. Dieses Ende zeichnet sich jedoch nicht kurzfristig ab. Das Center for Disease Control meldet, dass mehr als zwei Drittel der US-Raucher angeben, ihren Zigarettenkonsum aufgeben zu wollen. Tatsächlich versucht hat dies im vergangenen Jahr aber nur etwas mehr als die Hälfte, und weniger als 10 Prozent waren erfolgreich. Damit rauchen weiterhin 11,6 Prozent einer noch wachsenden, wenn auch langsam wachsenden US-Bevölkerung. Gleichzeitig steigt die Nutzung von E-Zigaretten weiter an, was einen Großteil der Fortschritte bei der Entwöhnung vom Tabakrauchen zunichtemacht.
Hier kommt die Altria Group (Ticker: MO) ins Spiel, Muttergesellschaft des US-Zigarettenherstellers Philip Morris, der Marlboro-Zigaretten produziert, aber auch der E-Zigarettenmarke Njoy und des Herstellers oraler Nikotin-Pouches Helix Innovations. In den ersten drei Quartalen 2026 verkaufte das Unternehmen nahezu 3 Prozent weniger Zigaretten als in den ersten neun Monaten des Vorjahres. Der organische Umsatz stieg dennoch um mehr als 3 Prozent, getragen von höheren Preisen und dem Wachstum der anderen Produktlinien. Der Gewinn pro Aktie von 4,33 US-Dollar in den ersten drei Quartalen 2026 lag 5,1 Prozent über dem Vorjahr. Damit stützt und verlängert sich die 61. Dividendenerhöhung in den vergangenen 57 Jahren. Die vorwärtsgerichtete Dividendenrendite liegt bei nahezu 5,8 Prozent.
Enbridge profitiert von steigender Öl- und Gasnachfrage bis 2050
Auch der Öl- und Gas-Pipeline-Besitzer und -Betreiber Enbridge (Ticker: ENB) gehört laut Motley Fool auf die Liste hochrenditierender Dividendenaktien, solange Anleger zu einer Rendite von 5,6 Prozent einsteigen können. Wie in der Tabakindustrie wird es eine Zeit geben, in der die Welt fossile Brennstoffe wie Rohöl und Erdgas nicht mehr benötigt – auch diese Zeit liegt weit in der Zukunft. Die jüngsten Aussichten der Internationalen Energieagentur deuten darauf hin, dass die Nachfrage nach Öl jedes Jahr bis 2050 weiter steigen wird, von etwas mehr als 100 Millionen Barrel pro Tag heute auf 113 Millionen Barrel pro Tag dann.
Enbridge erhält eine feste Gebühr für die Nutzung seiner 18.586 Meilen langen Rohöl-Pipelines und 19.373 Meilen langen Gaspipelines – unabhängig vom Preis für Öl oder Erdgas. Solange die Nachfrage nach beiden robust bleibt, sammelt das Unternehmen zuverlässig Cash ein. Deshalb konnte es seit Jahrzehnten pünktlich vierteljährliche Dividenden zahlen und seine jährliche Ausschüttung 31 Jahre in Folge erhöhen. Das Unternehmen bereitet sich zudem proaktiv auf die Zukunft vor und investiert in energieverwandte Projekte wie einen Offshore-Windpark in Courseulles in Frankreich und einen Solarpark in der Nähe von San Antonio in Texas. Diese liegen derzeit außerhalb des Kerngeschäfts, positionieren Enbridge aber für verschiedene zukünftige Szenarien.
Bereits am 26.07.2026 berichtete aktien.news über drei Dividendenaktien mit bis zu 5,6 Prozent Rendite
Der Blick in die jüngere Berichterstattung zeigt, dass das Thema Dividendenrendite bei aktien.news regelmäßig aufgegriffen wird. Bereits am 26.07.2026 berichtete aktien.news, dass der S&P 500 nur eine magere Dividendenrendite von rund 1 Prozent bietet und dass drei Unternehmen besonders hervorstechen: Enterprise Products Partners, PepsiCo und Realty Income. Die niedrigste Rendite auf dieser Liste war viermal so hoch wie die des S&P 500, die höchste lag bei beeindruckenden 5,6 Prozent.
Am 12.10.2026 berichtete aktien.news, dass der S&P 500 nahe seinen Allzeithochs notiert und Dividendenanlegern lediglich eine Rendite von 1 Prozent bietet. Für Anleger mit einem Anlagehorizont von fünf Jahren oder länger nannte der Bericht PepsiCo, Realty Income und Energy Transfer als drei Titel mit Renditen von bis zu 6,5 Prozent.
Am 03.10.2026 berichtete aktien.news über PepsiCo als Dividendenkönigin mit 4,66 Prozent Rendite. Damals lag die forward-Dividendenrendite des Getränke- und Lebensmittelkonzerns bei 4,66 Prozent – mehr als viermal so hoch wie der Marktdurchschnitt. PepsiCo hatte seine Dividende über mehr als 50 Jahre in Folge erhöht.
Am 25.10.2026 berichtete aktien.news, dass die Altria-Aktie bis zum Marktschluss am 12. Oktober mit einem Plus von 28 Prozent deutlich vor dem S&P 500 lag, der im selben Zeitraum 13 Prozent zulegte. Damit hat der Tabakwert die Rendite des breiten US-Marktes in diesem Jahr mehr als verdoppelt. Trotz dieser ungewöhnlichen Kursgewinne beruht die Attraktivität der Altria-Aktie nach Einschätzung von Motley Fool unbestreitbar auf ihrer Dividende.
Die drei Titel eignen sich für deutsche Anleger vor allem wegen ihrer Ausschüttungshistorie
Für deutsche Anleger, die ihr Portfolio mit stabilen Dividendenzahlern stärken möchten, sind die drei vorgestellten Unternehmen vor allem wegen ihrer langjährigen Ausschüttungshistorien interessant. PepsiCo, Altria und Enbridge haben ihre Dividenden über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich erhöht. Die aktuellen Renditen liegen deutlich über der des S&P 500.
Zu beachten ist, dass es sich bei allen drei Werten um US-amerikanische beziehungsweise kanadische Unternehmen handelt. Dividenden aus diesen Ländern unterliegen in der Regel einer Quellensteuer, die je nach Land und Anlageform unterschiedlich behandelt wird. Hinzu kommen Wechselkursrisiken zwischen Euro und US-Dollar beziehungsweise kanadischem Dollar. Die genannten Renditen sind vorwärtsgerichtete beziehungsweise rückwärtsgewandte Werte zum Zeitpunkt der Berichterstattung und können sich mit den Kursen ändern.
Motley Fool weist ausdrücklich darauf hin, dass eine starke Rendite allein nicht unbedingt ein ausreichender Grund ist, eine Aktie zu kaufen. Bei PepsiCo nennt der Dienst zusätzlich die Dividendenhistorie und den beginnenden Aufschwung als Argumente. Bei Altria verweist er darauf, dass das Ende der Tabakindustrie wahrscheinlich länger auf sich warten lässt, als viele erwarten. Bei Enbridge hebt er die feste Gebührenstruktur hervor, die unabhängig vom Rohstoffpreis Erträge liefert.
Die Unternehmen nennen konkrete Wachstumsziele und Investitionspläne
PepsiCo strebt für das Gesamtjahr ein organisches Umsatzwachstum von rund 3 Prozent an. Im dritten Quartal verbesserte sich die Top-Line um 3,1 Prozent, nach 1,7 Prozent im Vorjahr. Als Wachstumstreiber nennt Motley Fool die präbiotische Cola und proteinangereicherte Snack-Chips.
Altria steigerte den Gewinn pro Aktie in den ersten drei Quartalen 2026 auf 4,33 US-Dollar, ein Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Zigarettenabsatz sank im selben Zeitraum um nahezu 3 Prozent, während der organische Umsatz um mehr als 3 Prozent stieg. Die 61. Dividendenerhöhung in 57 Jahren wurde damit gestützt und verlängert.
Enbridge investiert in einen Offshore-Windpark in Courseulles in Frankreich und einen Solarpark in der Nähe von San Antonio in Texas. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass die Ölnachfrage bis 2050 von etwas mehr als 100 Millionen Barrel pro Tag auf 113 Millionen Barrel pro Tag steigt. Enbridge betreibt 18.586 Meilen Rohöl-Pipelines und 19.373 Meilen Gaspipelines.
Diese drei Fachbegriffe erleichtern das Verständnis der Analyse
- Dividendenrendite: Das Verhältnis der jährlichen Dividendenzahlung einer Aktie zu ihrem aktuellen Kurs, angegeben in Prozent.
- Vorwärtsgerichtete Dividendenrendite: Die erwartete Dividendenrendite auf Basis der für die kommenden zwölf Monate prognostizierten Ausschüttung.
- Organisches Umsatzwachstum: Das Umsatzwachstum aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe oder Veräußerungen von Unternehmensteilen.
